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Curso de alemán para avanzados con audio/Lección 138b

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AB1481 - AB1483[editar]

AB1481

Lies den Brief! Korrigiere die Rechtschreibung!
AB1481 Bild 1: Text
Blankenburg, den 28.11.44.
Mein geliebtes Muttl!
Heute der versprochene Brief die Karte von gestern hast Du ja wohl erhalten. Von Dir kam Dein lieber Brief vom 23 und eine Eilnachricht, wie froh bin ich immer wenn ich Nachricht von Dir habe besonders nach einem Angriff.
Meine Geburts- und Namenstagwünsche haben Dich also rechtzeitig erreicht darüber bin ich froh. Hatte Dir aber auch ein kleines Päckchen geschickt ist dieses noch nicht eingetroffen? Für die 50.- RM und die Marken habe ich mich schon im letzten Brief bedankt hast Du diesen noch nicht? Auch in diesen Deinen letzten Brief hast Du mir wieder Marken geschickt, mein Mamschl ich weiß doch wie sie Dir fehlen, besonders jetzt wo Du doch im Gasthaus essen mußt. Ich danke Dir jedenfalls sehr dafür.
Ja mein Mamschl auch ich mache mir Sorgen um unseren Poldi, wo mag er bloß sein. Wenn er nur gesund ist dann ist es schon gut. Seinen letzten Brief schrieb er aus Frankreich ohne Ortsbezeichnung. Es hätte ihn auch als Gefreiter erwischen können dies ist Bestimmung da kann einer sein was er will. An Frau Lockl habe ich auch zum 25. geschrieben.
Wie ich sehe mußtest Du an Deinen beiden „Feiertagen“ viel Arbeiten, hattest Du wenigstens von „oben“ Ruhe?
AB1481 Bild 2: Text
Meine Gedanken waren an diesen Tagen besonders bei Dir wie gern wäre ich selber bei Dir gewesen!
Bei mir ist alles noch in Ordnung bin gesund und auch zufrieden. Viel Arbeit gibt es ja bis späht, meistens bis ½8 h Abends. Doch nachher ist es doch schön haben unsere kleine nette Stube mit Radio wenn Du das Feuer im Ofen knistert ist es schön heimlich. - Habe durch Zufall auch eine sehr nette Bekanntschaft gemacht und ein nettes Mädel kennen gelernt. Dies mal ganz große Klasse, sie arbeitet in der Apotheke u. will nach den Krieg weiter studieren. Ihr Vater ist Stadtrat von Blankenburg sie haben eine Villa, ihre 3 Brüder Offiziere der älteste Major mit Ritterkreuz. Ja das hättest Du mir wohl nicht zugetraut? Ich muß mich oft selber wundern daß sie gerade so einen kleinen Landser wie ich bin gesucht hat. Es ist ein sehr nettes kameradschaftliches Verhältnis und wir verstehen uns gut. Du brauchst Dir auch darum keine Sorgen zu machen ich bin schon so vernünftig und weiß daß dies keine Frau zum Heiraten ist obwohl sie sehr hübsch ist. Der Gedanke würde uns beiden auch wohl nie kommen. Wir gehen ins Kino oder meistens aber in die Umgebung dann tollen wir durch die Gegend wie kleine Kinder. Es ist eben ganz etwas anderes als sonst alle die Mädels die Heute schon den Landser nach laufen.
So siehst Du verlebe ich noch schöne Tage und bin zufrieden. Die Flieger haben uns in der letzten Zeit [wieder öfter besucht.]
AB1481 Bild 3: Text
[Die Flieger haben uns in der letzten Zeit] wieder öfter besucht. Gestern waren auch Luftkämpfe. Geworfen wurde „unberufen“ bis jetzt noch nichts.
Das Wetter wird nun schon kalt sogar Schnee hatten wir schon. Doch vorläufig kann mich das wenig stöhren. Stell Dir vor am 30.11. ist es ein Jahr daß ich von der Front weg bin. Fast nicht zu glauben.
Ja mein Mamschl Du schreibst von Zigaretten, schicke mir bitte welche, denn diese sind sehr sehr knapp hier! Wie immer auch Heute die Warnung, sei Vorsichtig und die Bitte bleib mir ja gesund!!
Recht vom Herzen grüßt und küsst Dich Dein
Hansl.
AB1481 Bild 4: Text
Bedanke mich auch für die Grüße von all den Bekannten grüßte alle wieder und wenns geht schreibe ich wieder.
Für Dich einen lieben
Kuss von
Deinen
Hansl.


AB1482

Lies den Brief! Korrigiere die Rechtschreibung!
AB1482 Bild 1: Text
Blankenburg, 4.12.44
Mein geliebtes Muttl!
Dieser Brief wird seinen Weg schnell von mir zu Dir machen vieleicht wird er sogar persönlich übergeben. Ein Wiener Offz. fährt Morgen nach Hause diesen gebe ich den Brief mit er wohnt auf der Meidlingerhauptstr. Vieleicht dauert es nicht mehr lange und ich komme selber, doch wir wollen nicht schon vorher davon reden sonst gehts ja doch schief. Der Offz. hat ca. bis 20. 12. Urlaub ich bitte ihn am Ende des Urlaubs bei Dir vorbei zu kommen, sollte ich bis dahin noch nicht zu Hause sein, so kannst du ihm ja eine Kleinigkeit mit geben.
Hast Du nun mein Päckchen schon erhalten? Mein letzter Brief ist wohl schon angekommen.
AB1482 Bild 2: Text
Wie sieht es denn nun zu Hause aus? Hörte daß Sie gestern wieder in Südost waren hoffentlich ging alles gut und Du bist gesund. Bei mir ist noch alles beim alten, viel Arbeit aber das schadet nichts es ist schon auszuhalten ich fühle mich trotzdem Sauwohl. Mit den Fliegern ist noch immer daß selbe. Da achtet man schon nicht mehr drauf.
Ich bin ansonst gesund munter und lustig wie immer. Meine Gedanken sind oft bei Dir, bleib mir gesund.
Ich hab Dich sehr lieb!
Herzinnig grüßt und küsst
Dich Dein
Hansl.


AB1483

Lies den Brief! Korrigiere die Rechtschreibung!
AB1483 Bild 1: Text
Blankenburg, den 11.12.44
Mein geliebtes Muttl!
Lieb und vom Herzen will ich Dich wieder grüßen. Für dein Packet danke ich Dir sehr ich habe mich sehr darüber gefreut, die kleinen „Kipferln“ schmecken prima auch das andere Gebäck na und über die Zigaretten brauchen wir garnicht sprechen. Den kleinen Krampuß habe ich mir in meinen Spind gestellt da guckt er immer heraus und erinnert mich an mein liebes Muttl.
Auch für die Eilnachricht vom 3. 12. danke ich sehr, wie freue ich mich immer wenn ich weiß es ist wieder mal alles gut gegangen. Leider waren sie ja gestern und heute auch wieder bei uns unten, aber ich glaub ja fest daran daß mein Muttl mir gesund bleibt. Schicke mir bitte immer gleich Nachricht damit ich beruhigt bin.
Heute am Vorabend zu meinen Geburtstag sind meine Gedanken besonders daheim und bei Dir. Wie schön könnte es sein wenn Friede wäre! Wie schön war es auch noch damals als ich noch daheim und wir alle zusammen waren. Es ist nun schon mein 4 Geburtstag den ich nicht daheim verleben kann. Doch will ich nicht klagen den unberufen hatte ich bis jetzt doch noch Glück. 1941 war [ich in Kaluga knapp vor Moskau im Lazarett, 1942 in einer ruhigen Stellung in Rußland, 1943 in Warschau na und diesmal darf ich diesen sogar in der Heimat verleben.]
AB1483 Bild 2: Text
[1941 war] ich in Kaluga knapp vor Moskau im Lazarett, 1942 in einer ruhigen Stellung in Rußland, 1943 in Warschau na und diesmal darf ich diesen sogar in der Heimat verleben. Wie froh und dankbar müssen wir trotzdem sein. Ich bin es auch obwohl ich viel viel lieber bei Dir zu Hause wäre. Für Morgen habe ich mir eine schöne Geburtstagsüberraschung aufgehoben, es ist Dein Einschreibebrief der gestern an kam. Morgen früh will ich ihn öffnen und mich daran freuen. Auch etwas Kuchen habe ich mir noch aufgehoben den esse ich dann zum Kaffee, das soll dann mein Geburtstagsfrühstück sein.
Nun werde ich 24, wie schnell vergeht doch die Zeit ich fühle mich noch garnicht so alt, gottseidank, ich kann es mir garnicht vorstellen. Kommt es Dir nicht auch komisch vor daß Dein „kleiner Hansl“ schön langsam ein „alter Herr“ wird? Andere Mütter sind bei diesen Alter ihrer Söhne schon Schwieger- bezw. Großmütter, na daß ist und wird wohl in Absehbarer Zeit nicht der Fall sein bei Dir. Wir haben ja beides noch Zeit, gell! -
So mein Mamschl Nun will ich schließen und in den Geburtstag hinein schlafen. Doch schnell muß ich Dir noch sagen daß ich Dich sehr liebe habe.
Recht innig grüßt und küsst dich Dein
Hansl.

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