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Curso de alemán para avanzados con audio/Lección 024b

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AB341 - AB343

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AB341

Lies den Brief! Korrigiere die Rechtschreibung!
AB341 Bild 1: Text
Dietrichsroda 31. VII. 38.
Liebe Eltern!
Erhielt heute Deine Karte. Du weist ja garnicht wie man hier froh ist wenn man vom schreiben garnicht's hört u. siet. Die ganze Woche keine Zeit u. am Sonntag ist man immer froh wenn man einwenig Ruhe hatt. Wir machen das nun so, ich schreibe jeden Sonntag u. Ihr antwortet immer darauf. - ich beschreibe Euch nun einmal so einen Sonntag. ½5 h auf. Zum Bauern füttern bis ½8 h. Dann Schuhe putzen Kleider herichten bis ½10 h. Dann ist Frühstück, also bei Euch Gabelfrühstück. Nun lege ich mich meistens bis ½12 h auf's Ohr, nacher wieder Füttern. Nun ist Mittag. Essen dann Umziehen u. ins Lager. Dort Reinemachen nach dem Reinemachen war ich heute mit einen Kameraden von der Kauergasse [benannt nach Ferdinand Kauer] baden. Mit Ihm ging ich u. Karl in die [Volksschule.]
AB341 Bild 2: Text
[Mit Ihm ging ich u. Karl in die] Volksschule. Zufall nicht? Nach dem Baden Vesper. Jause, nun sitzen wir im Lager u. schreiben. Jetzt ist es ³/₄5. Um ½6 h geht's nun wieder zum Füttern. Dan haben wir bis 12 h Ausgang. War hier erst einmal im Kino. - na was sagt Ihr bin nun schon bald 3 Monate hier. Die Zeit vergeht ja Gottseidank wie im Fluge. Hörte schon das so viel Wiener vom Landdienst abgerückt sind. Solche Schlappschwänze. Sind doch keine Jungs. - Als ich las das Papa mich auf dem Pferde mit Göring verwechselt mußte ich herzlich lachen. So dick bin ich doch wieder nicht. - Bin froh das mit den 4ren nicht's geworden ist. Dachte schon es kommt nun wieder so ein Wirbel. Das Plaching [???] zurück fährt hatt man sich ja denken können. Hällt doch nicht's aus. Um mich brauchtst Du Dir Mama ja keine Sorgen zu machen. Weil Du schreibst ob ich es nicht bereute das ich fort bin. Die 4 Monate bis zum Dezember vergehen doch [auch.]
AB341 Bild 3: Text
[Die 4 Monate bis zum Dezember vergehen doch] auch. Und dann gibt es eine frohes und glückliches Wiedersehen. - Laße den Armen W[???]zal [Verzal] Walter auf's aller herzlichste grüßen u. drücke im mein in meinen Namen mein Beileid aus. Der liebe Herrgott möge uns doch vor solchen furchtbaren Umheil bewahren. - Ich habe nun zwei Bitten. meine Landdienstschuhe gehen schon aus [auch ???] Flöten habe aber nur das eine paar kann sie nun nicht zum doppeln [mit einer Sohle versehen] geben brauche sie doch zum Arbeiten. Wäre es nun nicht möglich das Ihr mir meine hohen Schuhe nach schickt. Das ich meine zum Schuster gebe. Und das zweite Ihr schreibt immer Schreibe Nitsche. Aber als ich Dir Mama die eine Karte schrieb, schreib ich gleich darauf Nitsche. Als ich nun zur Adresse kam. Wußte ich wohl Sechshauserstr. aber welche Nummer? Also bitte schickt mir Nitsches Adresse. Bei den Schuhen braucht Ihr Euch keine extra Auslagen machen. Nur bitte das ich sie [so schnell als möglich bekomme.]
AB341 Bild 4: Text
[Nur bitte das ich sie] so schnell als möglich bekomme. Mama nun komme ich zu Dir. Fange mir ja nicht wieder ins „kneifeln“ [???] an. Da gebe ich Papa auf jeden Fall recht das er Dich recht aus schimpft. Papa laße das auf keinen Fall zu. Sind wir bis jetzt ausgekommen u. erst jetzt wo ich fort bin, so kommen wir nun auch aus. Tausendmal lieber Deine Gesundheit als die paar Pfennige. - Das Trude die Karte nicht erhalten hatt kann ich gar nicht verstehen. Wartete schon immer auf eine Antwort. - Heute könnt Ihr mich aber nicht aus schellten heute habe ich mich so sozusagen „verhaut“ [???]. Schließe nun mit der Bitte auf baldige Antwort. Und grüße und
Küsse Euch nun auf's
aller aller
herzlichste Euer
Hans.
(unten links) Wenn Du die Schuhe weg schickst. schicke vorher eine Karte das ich bescheid weiß.


AB342

Lies den Brief! Korrigiere die Rechtschreibung!
AB342 Bild 1: Text
Burkersroda [ein Ortsteil der Gemeinde Balgstädt im Burgenlandkreis in Sachsen-Anhalt.] 13. IX. 38
Liebe Eltern!
Vorallem aller herzlichsten Dank für das liebe Paket. Erhielt es Sonntags. Komme erst jetzt zum Schreiben, den bei uns am Hof ist die „Klauenseuche“ ausgebrochen. Braucht aber keine Angst zu haben ist nur bei den Kühen. Ich bin gesund u. munter. - Freute mich riesig als ich erfuhr das Siegi bei Euch ist. Schade das ich nicht auch dabei bin. Hoffentlich bleibt Er solange bis ich komme? - In Euren nächsten Brief soll Er mir seine Eindrücke von Wien u. besonders von Euch mitteilen. - Ich durfte nun die ganze Woche nicht fort, wegen der Ansteckung. Mußte immer am [Hof arbeiten das war fad.]
AB342 Bild 2: Text
Postkarte
(Poststempel) Freyburg (Unstrut) Land, 14.9.39
(eckiger Stempel) Burkersroda über Freyburg (Unstrut)
Johann
Koch
Wien 14 Bz.
Rauchfangkehrerg. 20. I. 12.
Absende: H. Koch
Landdienstlager. H. J.
Dietrichsroda Freib. U.
[Mußte immer am] Hof arbeiten das war fad. Nun geht es ja schon wieder. Sonntag werde ich Euch das in einem Brief alles mitteilen. Seid nun Ihr u. auch besonders Siegi aufs aller herzlichste gegrüßt u. geküßt.
„Heil Hitler“
Hans.


AB343

Lies den Brief! Korrigiere die Rechtschreibung!
AB343 Bild 1: Text
AB343 Bild 2: Text
AB343 Bild 3: Text
AB343 Bild 4: Text

AB344 - AB345

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AB344

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AB345

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AB346 - AB348

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AB346

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AB347

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AB348

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AB349 - AB350

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AB349

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AB350

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