Curso de alemán nivel medio con audio/Lección 003

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M101 - M110[editar]

M101

Der bestimmte Artikel
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Einige Substantive haben zwei mögliche Artikel. Eventuell ergibt sich dadurch bei einigen Substantiven ein Bedeutungswechsel.
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Beispiel:
der See (Binensee; Bodensee) - die See (Meer; Ostsee,Nordsee; Südsee)
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(Bitte die möglichen Artikel in folgender Reihenfolge eintragen: der, die, das. Das heißt: das kann nie an erster Stelle stehen.)
 der 
Gulasch;  das 
Gulasch
 die 
Ersparnis;  das 
Ersparnis
 der 
Kristall;  das 
Kristall
 der 
Zentimeter;  das 
Zentimeter
 der 
Essay;  das 
Essay
 aaaa 
Gute;  bbbb 
Gute
 der 
Harz;  das 
Harz
 der 
Paprika;  die 
Paprika

M102

(Aufgabenstellung wie M101)
 der 
Meter;  das 
Meter
 der 
Bonbon;  das 
Bonbon
 der 
Terminal;  das 
Terminal
 der 
Teil;  das 
Teil
 der 
Luftfilter;  das 
Luftfilter
 der 
Kiefer;  die 
Kiefer
 der 
Graben;  das 
Graben
 der 
Moment;  das 
Moment

M103

(Aufgabenstellung wie M101)
 der 
Containerterminal;  das 
Containerterminal
 der 
Laster;  das 
Laster
 der 
Kondom;  der 
Kondom
 der 
Knäuel;  das 
Knäuel
 der 
Wasserfilter;  das 
Wasserfilter
 der 
Gummi;  das 
Gummi
 der 
Weise;  die 
Weise
 der 
Radar;  das 
Radar

M104

Ehrenamt - freiwillig und ohne Bezahlung erfolgte Tätigkeit
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Ehrenamt ist im ursprünglichen Sinn ein Engagement in öffentlichen Funktionen durch eine Wahl (z. B. Vereinsvorstand, Ratsmitglied oder Schöffin). Der Begriff Ehrenamt ist nicht klar von dem „bürgerschaftlichem Engagement“ oder der „Freiwilligentätigkeit“ abgegrenzt. Im Allgemeinen wird darunter altruistisches Handeln verstanden, bei der eine Einzelperson oder eine Gruppe freiwillig und unentgeltlich Arbeit leistet.
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Die Tätigkeit kann regelmäßig oder auch sporadisch wie z. B. im Katastrophenschutz sein. Mit dem Begriff der Freiwilligenarbeit werden auch die Dienste im Freiwilligen Sozialen Jahr oder dem Bundesfreiwilligendienst beschrieben. Für ehrenamtliche Tätigkeit fällt ggf. eine Aufwandsentschädigung an.

M105

Öffentliches Amt - das Amt eines Politikers oder eine andere öffentliche Funktion
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Als öffentliches Amt bezeichnet man einen Dienst, der innerhalb der Exekutive und Judikative von Personen ausgeübt wird.
Dieser Dienst wird entweder durch Wahl der Legislative oder durch Direktwahl der wahlberechtigten Bevölkerung oder durch die Leitung der Ministerien vergeben. Verschiedene Denkrichtungen sehen eine Trennung von Amt und Mandat als wünschenswert an. Deutsche Bundesrichter werden durch den Deutschen Bundestag und den Bundesrat gewählt. Amtsrichter und Lehrer werden z. B. durch das jeweils zuständige Ministerium ernannt.
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Amtsträger legen einen Amtseid beziehungsweise ein Gelöbnis ab und tragen manchmal eine Amtstracht (z. B. Robe oder Talar), Uniformen und/oder Symbole (z. B. Amtskette) und können Siegel führen. Damit gibt sich die Amtsperson als Inhaber dieses öffentlichen Amtes aus. Dies betrifft heutzutage aber nur noch besonders herausgehobene öffentliche Ämter.
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Ein öffentliches Amt kann eine bezahlte Stelle oder ein unbezahltes Ehrenamt sein.
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Die Amtsinhaber (Beamte/Richter) sind an Recht und Gesetz gebunden (Art. 20 GG), deren Verletzung oder Missbrauch disziplinar- oder strafrechtlich verfolgt werden kann.
Weitere Beispiele für ein öffentliches Amt: Ratsfrau und -herr, Bürgermeister, Minister, Bundeskanzler, Notar, Wirtschaftsprüfer, Richter, Staatsanwalt, Schöffe.

M106

Auswärtiges Amt - das Außenministerium der Bundesrepublik Deutschland
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Das Auswärtige Amt (abgekürzt AA, vereinzelt auch Außenamt genannt) ist die Zentrale des Auswärtigen Dienstes (oberste Bundesbehörde) und der seit dem Kaiserreich traditionelle Name für das deutsche Außenministerium. Es ist zuständig für die deutsche Außen- sowie Europapolitik. Leiter des Auswärtigen Amtes ist der Bundesminister des Auswärtigen.
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Das Auswärtige Amt bildet gemeinsam mit den Auslandsvertretungen des Bundes den sogenannten Auswärtigen Dienst (§ 2 Gesetz über den Auswärtigen Dienst); er nimmt die auswärtigen Angelegenheiten des Bundes wahr, indem er die Beziehungen der Bundesrepublik Deutschland zu auswärtigen Staaten sowie zwischenstaatlichen und überstaatlichen Einrichtungen, den Internationalen Organisationen, pflegt.
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An der Spitze des Auswärtigen Amtes steht der Bundesminister des Auswärtigen, aktuell (2016) Frank-Walter Steinmeier. In Regierungsaufgaben wird der Bundesaußenminister durch parlamentarische Staatssekretäre unterstützt, die den Zusatztitel „Staatsminister im Auswärtigen Amt“ tragen.
Das AA gilt als die „zentrale Schaltstelle der deutschen Diplomatie, in der außenpolitische Analysen und Konzeptionen sowie konkrete Handlungsanweisungen für die deutschen Auslandsvertretungen erarbeitet werden“.
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Neben der AA-Zentrale gibt es deutsche Auslandsvertretungen in den meisten Hauptstädten der Welt sowie in größeren Städten der Länder. Die Auslandsvertretungen – also Botschaften, ständige Vertretungen und Konsulate – werden dort als „Augen, Ohren und Stimme“ der Bundesregierung bezeichnet. Das Auswärtige Amt unterhält derzeit 234 Auslandsvertretungen, darunter 153 Botschaften, 61 Generalkonsulate und sieben Konsulate und zwölf Multilaterale Vertretungen (bei Internationalen Organisationen wie der Europäischen Union oder den Vereinten Nationen).

M107

Amtshandlung
Eine Amtshandlung ist eine Handlung, bei der eine Behörde bzw. ein einzelner Amtsträger hoheitliche Gewalt ausübt.
Dies sind insbesondere Handlungen im Zusammenhang mit einem Verwaltungsverfahren wie der Erlass von Verwaltungsakten, etwa die Erteilung einer Genehmigung, die Entscheidung über einen Widerspruch oder eine polizeiliche Maßnahme zur Festnahme von Störern .
Amtshandlungen gegenüber dem Bürger sind häufig gebührenpflichtig.
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Amtshandlung - einzelner hoheitlicher Akt
eine Amtshandlung durchführen
Amtshandlung - Ausübung einer Funktion
seine erste Amtshandlung
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amtlich - offiziell
Beispiel: Auf die amtliche Bestätigung warten.

M108

Zahlen in einem Sudoku-Rätsel: In jeder Reihe und auch in jedem der neun schwarz eingerahmten Bereiche dürfen die Zahlen von 1 bis 9 jeweils nur einmal vorkommen.
Zahl
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Eine Zahl ist ein Zeichen, um eine Menge von Gegenständen oder Menschen zu beschreiben und sich diese Menge besser merken zu können. Mit Zahlen kann man rechnen oder einem anderen Menschen zum Beispiel sagen, wieviel Eis er für sein Geld bekommt.
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Die einzelnen Zahl-Zeichen von 0 bis 9 nennt man auch Ziffer. Aus mehreren Ziffern kann man auch große Zahlen zusammensetzen, zum Beispiel eine Million aus einer 1 und sechs Nullen.
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Zahlen gibt es schon seit langer Zeit. Früher waren es einfache Striche, manchmal wurden auch Gegenstände aufgemalt. Die alten Römer nutzten bestimmte Buchstaben als Zahlen, zum Beispiel X für 10 oder M für 1000. Erst sehr viel später übernahm man die arabischen Zahlen, die wir heute verwenden.
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Die Null ist eine besondere Zahl. Sie ist nicht nur das Zeichen für „Nichts“, sondern hilft auch, große Zahlen zu schreiben. Dabei kommt es nicht nur auf den Wert des Zeichens selbst an, sondern auch darauf, an welcher Stelle es steht. Eine 100 ist deshalb mehr als eine 10, und 1100 ist mehr als 1001.
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Es gibt auch noch andere besondere Zahlen, die einen eigenen Namen haben, zum Beispiel Pi. Es wird oft mit dem griechischen Buchstaben geschrieben: π. Das sind meistens Zahlen, die in der Wissenschaft eine große Bedeutung haben: Mit Pi etwa kann man ausrechnen, wie groß die Fläche eines Kreises ist.


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Lizenz: CC-BY-SA (deutsch)


M109

Mathematik - Natürliche Zahlen
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Eigenschaften der Menge ℕ
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Die natürlichen Zahlen und die Operationen mit ihnen wie z.  B. das Addieren, das Subtrahieren und das Multiplizieren haben ihren Ursprung in der alltäglichen Praxis.
In der realen Welt existieren Mengen von realen Objekten, und die Menschen haben in langer geschichtlicher Entwicklung das rein quantitative Charakterisieren dieser Mengen durch natürliche Zahlen gelernt.
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So werden unabhängig von ihrer qualitativen Zusammensetzung alle Mengen mit der gleichen Anzahl von Objekten durch die gleich natürliche Zahl quantitativ charakterisiert. Die Praxis hat von den Menschen verlangt, dass sie Mengen von realen Objekten quantitativ vergleichen und mehrere Mengen zu einer einzigen vereinigen können. Es war also die jahrhundertelange Praxis der Menschen im Bilden und Vergleichen von Mengen realer Objekte, die zu den abstrakten Begriffen wie z.  B. „natürliche Zahl“, „kleiner“, „größer“, „gleich“, „addieren“, „subtrahieren“ und „multiplizieren“ führte.

M110

Durch Vergleichen der natürlichen Zahlen und durch Ausführen von Rechenoperationen mit natürlichen Zahlen erkennt man die Eigenschaften der Menge der natürlichen Zahlen.
Die Menge N der natürlichen Zahlen hat unendlich viele Elemente. Das erste Element ist die Zahl „null“, das nächste die Zahl „eins“. Dann folgt die Zahl „zwei“ usw.
Die Menge N ist eine unendliche Menge.
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Die Menge N hat noch andere wichtige Eigenschalten:
1.)
Wenn n und m zwei beliebige natürliche Zahlen sind, so ist entweder n < m (n kleiner als m) oder n > m oder n = m.
∀n, m , k ∈ ℕ: entweder n < m oder n = m oder n > m
2.)
Wenn für drei natürliche Zahlen n, m und k die Relationen r < m und m < k gelten, so ist auch n < k.
∀n, m , k ∈ ℕ: [(n < m ∧ m < k) → n < k]
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Wenn eine Menge diese Eigenschaft besitzt, so nennt man sie eine geordnete Menge.
Die Menge ℕ der natürlichen zahlen ist eine unendliche, geordnete Menge.
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Aus der Relation n < m fo1gt, dass m > n (m größer als n) ist.
n ≦ m (gelesen: n kleiner oder gleich m) heißt, dass n < m oder n = m ist.
Die Negation von n < m ist die Relation n ≧ m. Entsprechend ist die Negation von n ≦ m die Relation n > m. n ≠ m liest man: „n ungleich m“.

M111 - M120[editar]

M111

der Zahlenstrahl, die Zahlengerade
der Zahlenstrahl, die Zahlengerade
der Zahlenstrahl, die Zahlengerade
Geometrische Darstellung der natürlichen Zahlen
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Man kann die natürlichen Zahlen auf einer Geraden darstellen. Man ordnet der Zahl 0 einen beliebigen Punkt P0 der Geraden zu. Man ordnet der Zahl 1 einen Punkt P1 zu.
In den gleichen Abständen l () werden weitere Punkte gewählt.Dadurch kann man jeder natürlichen Zahl genau einen Punkt dieser Zahlengeraden zuordnen. Man kann aber nicht jedem Punkt auf der Zahlengeraden eine natürliche Zahl zuordnen.
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Zahlengerade
Unter Zahlengerade versteht man im Mathematikunterricht die Veranschaulichung der natürlichen und reellen Zahlen als Punkte auf einer Geraden.
Die Zahlengerade dient zur Veranschaulichung der natürlichen und reellen Zahlen.
Die Zahlengerade setzt sich in beide Richtungen bis ins Unendliche fort. Der Pfeil an der rechten Seite der Darstellung gibt an, dass die Zahlen in dieser Richtung größer werden.

M112

Mathematik - Grundrechenarten in der Menge ℕ
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Addition
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Durch die Addition ordnet man zwei gegebenen natürlichen Zahlen n und m eine dritte Zahl s zu. Man schreibt n + m = s. Die Glieder n und m heißen Summanden, n + m (n plus m) ist die Summe aus n und m, sie hat den Wert s.
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Die Addition in N hat folgende Eigenschaften:
1.) Wenn man eine beliebige natürliche Zahl m zu einer beliebigen natürlichen Zahl n addiert, so erhält man wieder eine natürliche Zahl s. Die Addition ist in der Menge N stets ausführbar.
∀n, m ∈ ℕ: ∃s ∈ ℕ: n + m = s
2.) Wenn man m zu n addiert, so gibt es genau ein Resultat s.
∀m, n ∈ ℕ: ∃!!s ∈ ℕ: n + m = s
Die Addition in der Menge N ist eine eindeutige Operation.
3.) Bei Summen aus mehr als zwei Summanden spielt es keine Rolle, welche Summanden man zuerst addiert. Für die Addition gilt das Assoziativgesetz:
n + m + k = (n + m) + k = n + (m + k)
4.) Der Wert einer Summe ändert sich nicht, wenn man die Summanden miteinander vertauscht.
Für die Addition gilt das Kommutativgesetz:
n + m = m + n

M113

Physik (Teil 1)
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Die Physik (lateinisch physica ‚Naturlehre‘ ‚Naturforschung‘) ist eine Naturwissenschaft und untersucht die grundlegenden Phänomene in der Natur. Um deren Eigenschaften und Verhalten anhand von quantitativen Modellen und Gesetzmäßigkeiten zu erklären, befasst sie sich insbesondere mit Materie und Energie und deren Wechselwirkungen in Raum und Zeit. Erklären bedeutet hier einordnen, vergleichen, allgemeineren Erscheinungen zuordnen.
Die Frage, „warum“ die Natur sich so und nicht anders verhält, kann die Physik nicht beantworten.
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Die Arbeitsweise der Physik besteht in einem Zusammenspiel experimenteller Methoden und theoretischer Modellbildung. Physikalische Theorien bewähren sich in der Anwendung auf Systeme der Natur, indem sie bei Kenntnis von deren Anfangszuständen möglichst genaue Vorhersagen über spätere Zustände erlauben. Erkenntnisfortschritte ergeben sich durch das Wechselspiel von Beobachtung und Experiment mit der Theorie. Eine neue oder weiterentwickelte Theorie kann bekannte experimentelle Ergebnisse besser oder überhaupt erstmals erklären und darüber hinaus neue Experimente anregen, deren Ergebnisse dann die Theorie bestätigen oder ihr widersprechen. Umgekehrt geben unerwartete Beobachtungs- oder Versuchsergebnisse Anlass zur Theorieentwicklung.
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Fachrichtungen wie Chemie, Geologie, Biologie und Medizin sowie viele Ingenieurwissenschaften nutzen intensiv Erkenntnisse und Modelle aus der Physik.

M114

Physik (Teil 2)
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Die Disziplin der Physik hat ihre Ursprünge in den Theorien und Einzelstudien antiker Wissenschaftler. Zwar wurde die Physik hier als ein Teilgebiet der Philosophie verstanden
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Die theoretische Physik beschäftigt sich vorwiegend mit formellen Beschreibungen und den Naturgesetzen. Sie abstrahiert Vorgänge und Erscheinungen in der wirklichen Natur in Form eines Systems von Modellen, allgemeingültigen Theorien und Naturgesetzen sowie intuitiv gewählter Hypothesen. Bei der Formulierung von Theorien und Gesetzen bedient sie sich vielfach der Methoden der Mathematik und der Logik. Ziel dieser Betrachtung ist die Vorhersage des Verhaltens eines Systems sowie die experimentelle Prüfung der Gültigkeit und Vorhersagekraft der gewählten Hypothesen durch Vergleich des vorhergesagten Verhaltens mit den Vorgängen und Erscheinungen in der wirklichen Natur. Diese Überprüfung in Form reproduzierbarer Messungen oder durch Beobachtung natürlicher Phänomene macht das Teilgebiet der Experimentalphysik aus.
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Die Physik steht in enger Verbindung zu den Ingenieurwissenschaften und den meisten Naturwissenschaften von der Astronomie und Chemie bis zur Biologie und den Geowissenschaften. Die Abgrenzung zu diesen Wissenschaften ergibt sich historisch aus dem Ursprung der Physik in der Philosophie. Insbesondere mit dem Aufkommen neuer Wissenschaftsdisziplinen wird eine inhaltliche Abgrenzung der Physik zu diesen anderen Feldern jedoch erschwert. Die Physik wird häufig als grundlegende oder fundamentale Naturwissenschaft aufgefasst, die sich stärker als die anderen Naturwissenschaften mit den Grundprinzipien befasst, die die natürlichen Vorgänge bestimmen.
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In der heutigen Physik ist vor allem die Grenze zur Chemie, der Übergang von der Physik der Atom- und Molekülphysik, zur Quantenchemie, fließend. Allerdings konzentriert sich die Chemie häufig auf komplexere Strukturen (Moleküle), während die Physik meist die grundlegende Materie erforscht. Zur Abgrenzung gegenüber der Biologie wird die Physik oftmals als die Wissenschaft von der unbelebten Natur bezeichnet, womit jedoch eine Beschränkung impliziert wird, die so in der Physik nicht existiert. Die Ingenieurwissenschaften werden durch ihren Bezug zur praktischen Anwendung von der Physik abgegrenzt, da in der Physik das Verständnis der grundlegenden Mechanismen gegenüber der Anwendung im Vordergrund steht. Die Astronomie hat keine Möglichkeit Laborexperimente durchzuführen und ist daher allein auf Naturbeobachtung angewiesen, was zur Abgrenzung gegen die Physik herangezogen wird.

M115

Physik - Wärmelehre
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Temperatur
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Wenn man physikalische Vorgänge untersucht, die mit der Erwärmung oder Abkühlung eines Körper zusammenhängen, braucht man den Begriff „Temperatur“.
Man kann ihn mit Hilfe der Eigenschaften und der Bewegung der Teilchen des Körpers erklären. Teilchen eines Körpers sind z. B. Atome und Moleküle. Diese Teilchen bewegen sich ständig. Deshalb haben die Teilchen eines Körpers kinetische Energie.
Wenn man einen Körper erwärmt, so bewegen sich seine Teilchen schneller. Deshalb vergrößert sich die kinetische Energie der Teilchen. Die Tempemtur des Körpers steigt.
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MERKE: Die Temperatur beschreibt den Wärmezustand eines Körpers. Je größer die Energie der Atome und Moleküle eines Körpers ist, desto höher isl seine Temperatur.
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Wenn mah einen Körper abkühlt, so verringert sich die Energie der Teilchen. Die Temperatur des Körpers fällt. Zum kleinsten Wert der Energie der Teilchen gehört die tiefste Temperatur. Die tiefste Temperatur, die theoretisch möglich ist, nennt man den absolulen Nullpunkt.
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Die Temperatur ist eine physikalische Größe. Physikalische Größen braucht man zur genauen Beschreibung physikalischer Vorgänge und Zustände.
Jede physikalische Größe ist das Produkt aus einem Zahlenwert und einer Einheit.
Beispiel:
T = 305 K
(Größe = Zahlenwert Einheit)

M116

Physik - Wärmelehre
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Temperaturskalen
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Zur Angabe von Temperaturen und Temperaturdifferenzen braucht man Temperaturskalen. Solche Temperaturskalen erhält män, wenn man den Abstand zwischen zwei Festpunkten in gleiche Teile teilt.
Als Festpunkt kann man z. B. den absoluten Nullpunkt, den Eispunkt und den Dampfpunkt des Wassers benutzen.
Bei der Kelvin-Temperaturskale wird dem Eispunkt des Wassers die Temperatur 273,15 K und dem Dampfpunkt des Wassers die Temperatur 373,15 K zugeordnet.
Bei der Celsius-Temperaturskale gehört zum Eispunkt die 0 °C und zum Dampfpunkt des Wassers die Temperatur 100 °C.
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Die empirische Temperaturskala ist eine willkürliche Festlegung der Größenordnung der emperatur und gestattet die Angabe der Temperatur in Bezug zu einem Vergleichswert.
Es werden zwei Fixpunkte festgelegt. Diese Fixpunkte sind zweckmäßigerweise in der Natur vorkommende und durch Experimente reproduzierbare Werte. Der Abstand zwischen den Fixpunkten wird dann anhand einer temperaturabhängigen Stoff- oder Prozesseigenschaft gleichmäßig aufgeteilt: Z. B. wurde bei der Celsius-Skala die Volumenänderung von Quecksilber in 100 gleiche Teile geteilt, während die Fahrenheit-Skala sich auf die etwas anders verlaufende Volumenänderung von Alkohol bezieht.
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Zwischen der absoluten Temperatur T mit der Einheit 1 Kelvin und der Celsiustemperatur t mit der Einheit 1 Grad Celsius besteht also die Beziehung:
T/K = (t/°C) + 273
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Die Temperatur mißt man mit Thermometern. Es gilt viele Arten von Thermometern. Bekannt sind die Flüssigkeitsthermometer, bei denen als Flüssigkeit Quecksilber oder Alkohol benutzt werden.

M117

Vokabular
---
die Physik
physikalisch
der Bezug
erwärmen - sich erwärmen
die Abkühlung
die Skale
etwas in physikalischen Einheiten angeben
die Erwärmung
die Einheit -die physikalische Einheit
die Angabe
der Festpunkt
die Bewegung
der Begriff
bewegen
die Differenz
abkühlen - sich abkühlen - kühlen
das Kelvin
teilen
der Vorgang
die Energie
der Zustand
der Alkohol
das Atom
das Quecksilber
kinetisch
die Beziehung
der Dampf
flüssig
beschreiben - beschreib - beschrieben
der Nullpunkt
in Bezug auf
angeben - geben - gab - gegeben
das Molekül
der Körper
die Flüssigeit
das Teilchen
absolut
steigen - stieg - gestiegen

M118

Kontrollfragen
---
Womit misst man Temperaturen?
Wie funktioniert das Messgerät?
welche Beziehung besteht zwischen der Temperatur eines Körpers und der Energie seiner Teilchen?
Wie erhält man eine Temperaturskale?
Welcher Zusammenhang besteht zwischen der absoluten Temperatur und der Celsiustemperatur.
Wozu braucht man Temperaturskalen?

M119

zusammengesetzte Substantive
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Temperatur und Temperaturskalen
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Setzen Sie das richtige Substantiv ein! Ergänzen Sie den Text!
a) Zustandsgröße; b) Dampfpunkt; c) Kelvin-Temperaturskala; d) Wärmezustand; e) Eispunkt; f) Celsius-Temperaturskala; g) absoluter Nullpunkt
---
Den thermischen Zustand eines Körpers nennt man auch ...
Mit der Temperatur beschreibt man diesen Zustand. Deshalb ist die Temperarur eine ...
Für die Temperatur verwendet man zwei Skalen: die ... und die ...
Bei diesen Skalen unterscheidet man drei Festpunkte: Dem ... ordnet man 273,15 K oder 0 °C zu, dem ... 373,15 K oder 100 °C und dem ... 0 K oder -273,15 °C.


Lösung M119
Den thermischen Zustand eines Körpers nennt man auch Wärmezustand.
Mit der Temperatur beschreibt man diesen Zustand. Deshalb ist die Temperarur eine Zustandsgröße.
Für die Temperatur verwendet man zwei Skalen: die Celsius-Temperaturskala und die Kelvin-Temperaturskala
Bei diesen Skalen unterscheidet man drei Festpunkte: Dem Eispunkt ordnet man 273,15 K oder 0 °C zu, dem Dampfpunkt 373,15 K oder 100 °C und dem absoluten Nullpunkt 0 K oder -273,15 °C.

M120

Angabe eines Zweckes oder eines Mittels
---
Temperatur und Wärmezustand
---
Beantworten Sie die Ftagen in der entsprechende grammatikalischen Form!
Beachten Sie dabei das Fragewort!
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1.) Wozu braucht man den Begriff „Temperatur“?
2.) Wodurch kann man den Begriff „Temperatur“ erläutern?
3.) Wie kann man die Temperatur eines Körpers erhöhen?
4.) Wozu braucht man Temperaturskalen?
5.) Wie erhält man Temperaturskalen?
6.) Wozu verwendet man Thermometer?
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a) Angabe von Temperaturen
b) erwärmen
c) Bewegung der Teilchen
d) Untersuchung des Wärmezustandes
e) Abstand der Festpunkte in gleiche Teile teilen
f) Temperaturmessung

M121 - M130[editar]

M121

Das Jahr
(Babelunfall: Der Text aus einem chinesischen Schulbuch wurde mit Hilfe eines automatischen Übersetzungsprogrammes (z. B. Babel) übersetzt. Dabei ist einiges schief gegangen. Machen Sie daraus einen vernünftigen deutschen Text!)
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In unserem Alter um ein Jahr der Zeitraum, in dem die Erde einmal um die Sonne. Da dauert es etwa 365 Tagen. Das sind etwas mehr als 52 Wochen und, wiederum, die sich über 12 Monaten. Ändern Jahr am 31. Dezember, wir Silvester nennen. Der 1. Januar das Neujahrs Urlaub genannt.
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Alle vier Jahre gibt es ein Schaltjahr. Dann hat das Jahr einen Tag später, also 366 Tage. In einem Schaltjahr gibt es 29 Februar statt. Wir setzen auf den Jahrestag der Geburt von Jesus. Jesus wurde möglicherweise im Jahr 1 und 0 Jahren geboren nie gegeben. Alles, was passiert ist, bevor wir "BC" nennen, die Jahre nach dem "AD".
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In der Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember nannte es das Kalenderjahr. Es ist nicht immer ab dem 1. Januar des Jahres bis zum 31. Dezember erwartet. Es gibt zum Beispiel das Schuljahr oder im Laufe des Jahres. Jeder hat seine Zeit im Jahr der Geburt und so beginnt sein neues Leben.
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In einem Jahr gibt es vier Jahreszeiten, nämlich Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Song gut seit Jahren bekannt und Jahresuhr Rolf Zuckowski schrieb. Um die Monate von Januar bis Dezember jüngere Kinder lernen.
Lösung M121

In unserer Zeitrechnung ist ein Jahr der Zeitraum, in dem die Erde einmal um die Sonne wandert. Denn das dauert etwa 365 Tage. Das sind etwas mehr als 52 Wochen und die wiederum verteilen sich auf 12 Monate. Den Jahreswechsel am 31. Dezember nennen wir Silvester. Der 1. Januar wird Neujahr genannt und ist ein Feiertag.

Alle vier Jahre gibt es ein Schaltjahr. Dann hat das Jahr einen Tag mehr, also 366 Tage. In einem Schaltjahr gibt es zusätzlich den 29. Februar. Wir zählen die Jahre seit der Geburt von Jesus. Jesus könnte im Jahr 1 geboren sein, ein Jahr 0 hat es nie gegeben. Alles, was vorher passiert ist, bezeichnen wir als „vor Christus“, die Jahre danach „nach Christus”.

Den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember nennen wir Kalenderjahr. Man muss ein Jahr nicht immer vom 1. Januar bis zum 31. Dezember rechnen. Es gibt zum Beispiel auch das Schuljahr oder das Lebensjahr. Jeder Mensch hat ein Mal im Jahr Geburtstag und beginnt damit sein neues Lebensjahr.

Während eines Jahres gibt es vier Jahreszeiten, nämlich Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Ein bekanntes Lied über das Jahr und seine Jahresuhr hat Rolf Zuckowski geschrieben. Damit können kleinere Kinder die Monate von Januar bis Dezember lernen.


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(Hinweis: Der ursprüngliche deutsche Originaltext wurd mit Hilfe von google translate ins Spanische übersetzt, dann aus dem Spanischen ins Polnische und aus dem Polnischen ins Deutsche zurückübersetzt.)

M122

Aussagesatz - das Verb steht in Position II
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Die Biologie untersuch die Lebewesen.
Schon früher hat man die Natur beobachtet.
Viele Probleme wurden schon untersucht.
In der nächsten Zeit wird man noch mehr erkennen.
Die Menschen wollen ihr Wissen vergrößern.
In den Zellen finden Vorgänge statt.

M123

Nennen Sie die Oberbegriffe der Wörter, und verwenden Sie sie in Sätzen!
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Beispiel:
Reispflanzen, Kartoffelpflanzen
⇒ Pflanzen
---
Lebewesen, die unsere Gesundheit zerstören
⇒ Lebewesen
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Biologie, Chemie, Physik
Pflanzen, Tiere und Menschen
Aufbau aus Zellen, Lebensvorgänge
Stoffwechsel, Bewegung, Entwicklung

M124

Biologie
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Pflanze
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Eine Pflanze ist ein Lebewesen. Pflanzen sind eine von sechs großen Reichen in der Biologie, der Wissenschaft vom Leben. Tiere sind ein anderes Reich. Bekannte Pflanzen sind Bäume und Blumen. Auch Moose sind Pflanzen, Pilze hingegen gehören wieder zu einem anderen Reich.
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Die meisten Pflanzen leben auf dem Erdboden. In der Erde haben sie Wurzeln, mit denen sie Wasser und andere Stoffe zum Leben aus dem Boden holen. Oberhalb der Erde ist ein Stamm oder Stengel. Pflanzen bestehen aus vielen kleinen Zellen, mit Zellkern und Zellhülle.
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Eine Pflanze braucht das Licht der Sonne. Die Energie aus dem Licht hilft dabei, dass die Pflanze ihre Nahrung herstellen kann. Dafür hat sie einen besonderen Stoff in den Blättern, das Chlorophyll, sprich Kloro-Füll.
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M125

Biologie
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Pflanze
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Pflanzen sind eine Lebewesen-Gruppe in der Domäne der Eukaryoten, also der Lebewesen, die Zellkern und Zellmembran besitzen.
Das Teilgebiet der Biologie, das sich wissenschaftlich mit der Erforschung der Pflanzen befasst, ist die Botanik.
Nach heutigen Schätzungen existieren auf der Erde zwischen rund 320.000 und 500.000 Pflanzenarten, von denen rund ein Fünftel vom Aussterben bedroht sind.
Die Größe von Pflanzen ist sehr unterschiedlich, von Pflanzen im Millimetermaßstab bis zum mehr als 100 Meter hohen Küstenmammutbaum (Sequoia sempervirens). Pflanzenarten werden entsprechend ihrer Größe in Makrophyten und Mikrophyten eingeteilt: Ein Makrophyt ist mit bloßen Auge sichtbar, ein Mikrophyt nur mit optischen Hilfsmitteln.
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Die Pflanzen galten lange Zeit neben den Tieren und den Mineralien als eines der drei Naturreiche. Noch Carl von Linné gliederte seine Systema naturae dementsprechend.
Auch Ernst Haeckel schloss in seine Gruppe der Plantae die Pilze, Flechten, die Cyanobakterien sowie sehr verschiedene Algengruppen ein
Auch die Bakterien wurden lange Zeit, obwohl sie weit überwiegend nicht phototroph sind und viele von ihnen sich aktiv bewegen, zu den Pflanzen gerechnet, weil die meisten von ihnen feste Zellwände besitzen.
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Während die Botanik sich weiterhin mit all diesen Gruppen beschäftigt, wurde die Definition der Pflanzen später auf diejenigen Landpflanzen und Grünalgen eingeengt, die sich durch die Chlorophylle a und b, Stärke als Reservepolysaccharide und Zellulose in der Zellwand auszeichnen.
Heute werden die Pflanzen verschieden definiert: Manche Systeme beziehen die Grünalgen in die Pflanzen ein, andere Systeme, so das hier verwendete, fassen die Lebewesen mit den oben angeführten Merkmalen in den Chloroplastida zusammen und beschränken die Pflanzen auf die Landpflanzen.

M126

Subtraktion 5−2=3 am Beispiel von Pfirsichen.
Mathematik
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Subtraktion
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Subtraktion ist eine Rechenart in der Mathematik. Dabei zieht man von einer Zahl eine andere ab. Das Rechenzeichen dafür ist das Minus, das durch den Minusstrich - aufgeschrieben wird. Dieses Zeichen hat sich im Jahr 1489 der Mathematiker Johannes Widmann ausgedacht.
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Nimmt man von 10 Dingen zwei weg, bleiben acht übrig. Das kann man so aufschreiben: 10-2=8, gesprochen: Zehn minus Zwei ergibt Acht. Die Zahl, von der etwas abgezogen wird, heißt „Minuend“ (lateinisch „der zu verringernde“). Die Zahl, die abgezogen wird, heißt „Subtrahend“ (lateinisch „der abzuziehende“). Das Ergebnis einer Subtraktion ist die „Differenz“.
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Ein praktisches Beispiel, bei dem man subtrahieren, also eine Subtraktion durchführen muss: Man möchte ein Brötchen kaufen. Dieses Brötchen kostet 1 Euro. Man hat 3 Euro im Portemonnaie. Man rechnet also folgendes: 3-1=2. Nachdem man das Brötchen gekauft hat, hat man noch 2 Euro übrig.
fuente: Klexikon - CC-BY-SA
fuente/Quelle: http://klexikon.zum.de/wiki/Subtraktion (Klexikon - die „Wikipedia für Kinder“)
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M127

Das Pluszeichen auf einem Taschenrechner, unten in der Ecke
Mathematik
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Addition
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Addition ist eine Rechenart in der Mathematik. Dabei zählt man eine Zahl zu einer anderen hinzu. Das Rechenzeichen dafür ist das Plus, das durch das Pluszeichen + aufgeschrieben wird. Dieses Zeichen hat sich im Jahr 1489 der Mathematiker Johannes Widmann ausgedacht.
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Fügt man zu zehn Dingen zwei hinzu, hat man zwölf Dinge. Das kann man so aufschreiben: 10+2=12, gesprochen: Zehn plus Zwei ergibt Zwölf. Die Zwölf ist das Ergebnis der Addition. Man sagt dazu auch „Summe“. Die beiden Zahlen, die addiert werden, nennt man „Summanden“.
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Angenommen, man hat zwei Äpfel und möchte drei weitere Äpfel kaufen. Wenn man sie gekauft hat, hat man insgesamt fünf Äpfel. Man rechnet also: 2+3=5.
fuente: Klexikon - CC-BY-SA
fuente/Quelle: http://klexikon.zum.de/wiki/Addition (Klexikon - die „Wikipedia für Kinder“)
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M128

Ein Chemiker bei der Arbeit. Er arbeitet in einem Abzug, falls giftige Dämpfe entstehen.
Chemie
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Chemie ist eine Naturwissenschaft und auch ein Schulfach. Das Wort stammt aus der altägyptischen Sprache und bedeutet „schwarze Erden“. Bei der Chemie geht es darum, welche Stoffe es gibt und was für Eigenschaften sie haben. Eine weitere Aufgabe von Chemikern ist es, neue Stoffe zu finden, die besondere Eigenschaften haben.
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Wichtige Stoffe sind zum Beispiel Eisen, Sauerstoff, Wasserstoff und Kohlenstoff. Die Chemie untersucht auch Umwandlungen, bei denen neue Stoffe entstehen, die sogenannten chemischen Reaktionen. Eine chemische Reaktion ist zum Beispiel das Brennen einer Kerze, zu erkennen an der Flamme: Aus dem Kerzenwachs entstehen beim Verbrennen Gase wie Kohlendioxid und Wasserdampf. Eine chemische Reaktion gibt es auch beim Backen von Kuchen: Aus dem flüssigen Teig entstehen neue Stoffe und man hat dann den festen Kuchen. Auch eine Explosion ist eine chemische Reaktion.
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M129

Ein Modell eines Wassermoleküls


Atome
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Das Wichtigste für die Chemiker sind die Atome. Es sind die kleinen Teilchen aus denen alles um uns herum aufgebaut ist, auch wir Menschen. Allerdings kann man Atome mit den bloßen Augen und auch mit den besten Mikroskopen nicht wirklich sehen, weil sie so klein sind. Zehn Millionen Atome nebeneinander wären etwa einen Milimeter breit.
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Wenn Atome dauerhaft zusammenhalten hat man Moleküle. Die meisten Stoffe bestehen aus Molekülen. Das wohl bekannteste Molekül schreiben die Chemiker als H2O auf – es ist das Molekül von Wasser. Die Schreibweise bedeutet, dass das Wassermolekül aus zwei Wasserstoffatomen H und einem Sauerstoffatom O besteht.
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Ein Chemiker aber muss die Atome kennen. Er muss wissen, wie sie sich verhalten, wenn sie aufeinander treffen und wie sie zusammenhalten. Es ist aber nicht einfach zu verstehen, was man nicht sieht. Deshalb haben Kinder das Fach Chemie erst in höheren Klassen.
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M130

Das dicke X auf dieser Flasche mit WC-Reiniger ist ein Gefahrensymbol. Es zeigt an, dass der Inhalt reizend wirkt, also zum Beispiel die Haut röten kann.
Das Schulfach Chemie
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Chemie gibt es als Schulfach in Deutschland meist erst ab der 7. Klasse oder sogar noch später. Das hängt vom Bundesland ab, in dem die Schule steht. Im Schulfach Chemie macht man unter anderem Experimente. Dabei benutzt man besondere Geräte und chemische Stoffe, die der Chemielehrer ausgewählt hat.
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Allerdings dürfen Schüler nicht alle Experimente machen, die sie durchführen wollen. Denn das kann sehr gefährlich werden. Der Chemielehrer kennt sich damit aus, denn er hat Chemie an der Universität studiert. Deshalb erklärt er den Schülern genau, was sie machen sollen und worauf sie zur Sicherheit achten müssen.
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Chemie spielt auch im Haushalt eine wichtige Rolle. Denn viele Reinigungsmittel sind nicht ganz ungefährlich. Im Chemie-Unterricht lernen die Schüler, wie man mit solchen gefährlichen Stoffen umgeht.


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M131 - M140[editar]

M131

Reagenzgläser, um kleine Mengen an Flüssigkeiten untersuchen zu können
Chemiker
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Viele Jahre haben Chemiker hieran geforscht: Welche Atome und Moleküle sorgen dafür, dass ein bestimmter Stoff bestimmte Eigenschaften hat? Inzwischen ist vermutlich das Wichtigste bekannt. Dennoch haben Chemiker immer noch wichtige Aufgaben.
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Chemiker erfinden neue Stoffe: Sie wissen, wie ein Molekül aussehen muss, damit ein Stoff fest, weich oder gummi-artig ist. Sie wissen auch, warum Stoffe durchsichtig oder undurchsichtig sind. Deshalb können sie genau solche Stoffe gezielt herstellen. Während früher vor allem Erdöl für die Herstellung solcher Kunststoffe verwendet wurde, benutzen die Chemiker heute eher Naturstoffe, die ein Landwirt herstellen kann.
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Chemiker untersuchen außerdem die Umwelt auf Stoffe. Dabei gehen sie zum Beispiel diesen Fragen nach: Ist das Wasser sauber? Kann man das da essen oder sind da Gifte enthalten? Da man Gifte nicht immer sehen, schmecken oder riechen kann, muss das zur Sicherheit überprüft werden. Die Chemiker kennen die Eigenschaften aller Stoffe, also auch der Gifte. So können sie mit Hilfe spezieller chemischer Reaktionen und Geräten die Gifte nachweisen.
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Die Chemiker im Mittelalter, die Alchemisten, versuchten Gold aus billigen Stoffen wie Blei herzustellen. Das ist aber keine chemische Reaktion und auch gar nicht möglich. Dazu müsste man die Atome verändern, das wäre unheimlich teuer.


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M132

Chemie
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Aggregatzustand
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Als Aggregatzustände werden die unterschiedlichen Zustände eines Stoffes bezeichnet, die sich durch bloße Änderungen von Temperatur oder Druck ineinander umwandeln können. Es gibt die drei klassischen Aggregatzustände fest, flüssig und gasförmig sowie in der Physik weitere nicht klassische Zustände wie z. B. das Plasma.
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Die drei klassischen Aggregatzustände
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Es gibt drei klassische Aggregatzustände:
1.) fest (Festkörper): In diesem Zustand behält ein Stoff meist sowohl Form als auch Volumen bei; siehe Festkörper.
2.) flüssig (Flüssigkeit): Hier wird das Volumen beibehalten, aber die Form ist unbeständig und passt sich dem umgebenden Raum an.
3.) gasförmig (Gas): Hier entfällt auch die Volumenbeständigkeit, ein Gas füllt den zur Verfügung stehenden Raum vollständig aus.
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Für feste Stoffe und flüssige Stoffe gibt es den zusammenfassenden Begriff kondensierte Materie.
Bei Feststoffen unterscheidet man auch nach anderen Merkmalen:
1.) kristallin: Ein Feststoff, der seine Form nicht verändert. Seine Bausteine, die Kristalle, weisen eine Fernordnung auf.
2.) amorph: Ein Feststoff, der lediglich durch eine Nahordnung ausgezeichnet ist, siehe amorphes Material. Ein amorpher Festkörper ist metastabil.

M133

Teilchenmodell eines kristallinen Feststoffes
Festkörper
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Die kleinsten Teilchen sind bei einem Feststoff nur wenig in Bewegung. Sie schwingen um eine feste Position, ihren Gitterplatz, und rotieren meist um ihre Achsen. Je höher die Temperatur wird, desto heftiger schwingen bzw. rotieren sie, und der Abstand zwischen den Teilchen nimmt (meist) zu.
- Die Form des Feststoffes bleibt unverändert.
- Stoffe im festen Aggregatzustand lassen sich nur schwer aufteilen.
- Sie lassen sich nur schwer verformen (geringe Verformbarkeit, spröde).
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Zwischen den kleinsten Teilchen wirken verschiedene Kräfte, nämlich die Van-der-Waals-Kräfte, die elektrostatische Kraft zwischen Ionen, Wasserstoffbrückenbindungen oder kovalente Bindungen. Die Art der Kraft ist durch den atomaren Aufbau der Teilchen (Ionen, Moleküle, Dipole, …) bestimmt. Bei Stoffen, die auch bei hohen Temperaturen fest sind, ist die Anziehung besonders stark.
Durch die starke Anziehung sind die Teilchen eng beieinander (hohe Packungsdichte).
Temperaturänderungen bewirken eine Veränderung des Volumens nach den Gesetzen der Wärmeausdehnung.

M134

Teilchenmodell einer Flüssigkeit bzw. eines amorphen Festkörpers
Flüssigkeit
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Die Teilchen sind nicht wie beim Feststoff ortsfest, sondern können sich gegenseitig verschieben. Bei Erhöhung der Temperatur werden die Teilchenbewegungen immer schneller.
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Durch die Erwärmung ist die Bewegung der Teilchen so stark, dass die Wechselwirkungskräfte nicht mehr ausreichend sind, um die Teilchen an ihrem Platz zu halten. Die Teilchen können sich nun frei bewegen.
Ein flüssiger Stoff verteilt sich von allein, wenn er nicht in einem Gefäß festgehalten wird.
Ein Farbstoff verteilt sich von allein in einer Flüssigkeit (Diffusion).
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Obwohl der Abstand der Teilchen durch die schnellere Bewegung ein wenig größer wird (die meisten festen Stoffe nehmen beim Schmelzen einen größeren Raum ein), hängen die Teilchen weiter aneinander. Für die Verringerung des Volumens einer Flüssigkeit durch Kompression gilt ähnliches wie bei einem Festkörper.
Bei einer Temperaturverringerung wird das Volumen ebenfalls kleiner, bei Wasser jedoch nur bis zu einer Temperatur von 4 °C (Anomalie des Wassers), während darunter bis 0 °C das Volumen wieder ansteigt.
Obwohl die Teilchen sich ständig neu anordnen und Zitter-/Rotationsbewegungen durchführen, kann eine Anordnung festgestellt werden. Diese Nahordnung ist ähnlich wie im amorphen Festkörper, die Viskosität ist jedoch sehr viel niedriger, d. h. die Teilchen sind beweglicher.

M135

Teilchenmodell eines Gases
Gas
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Bei Stoffen im gasförmigen Zustand sind die Teilchen schnell in Bewegung. Ein Gas oder gasförmiger Stoff verteilt sich schnell in einem Raum. In einem geschlossenen Raum führt das Stoßen der kleinsten Teilchen gegen die Wände zum Druck des Gases.
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Beim gasförmigen Zustand ist die Bewegungsenergie der kleinsten Teilchen so hoch, dass sie nicht mehr zusammenhalten. Die kleinsten Teilchen des gasförmigen Stoffes verteilen sich gleichmäßig im gesamten zur Verfügung stehenden Raum.
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Durch die schnelle Bewegung der Teilchen in einem Gas sind sie weit voneinander entfernt. Sie stoßen nur hin und wieder einander an, bleiben aber im Vergleich zur flüssigen Phase auf großer Distanz. Ein gasförmiger Stoff lässt sich komprimieren, d. h. das Volumen lässt sich verringern.
Wegen der Bewegung sind die Teilchen ungeordnet.
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In der physikalischen Chemie unterscheidet man zwischen Dampf und Gas. Beide sind physikalisch gesehen nichts anderes als der gasförmige Aggregatzustand; die Begriffe haben auch nicht direkt mit realem Gas und idealem Gas zu tun. Was umgangssprachlich als „Dampf“ bezeichnet wird, ist physikalisch gesehen eine Mischung aus flüssigen und gasförmigen Bestandteilen, welche man im Falle des Wassers als Nassdampf bezeichnet.

M136

Dichte des Wassers in Abhängigkeit von der Temperatur
Anomalie des Wassers
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Bei Normaldruck hat Wasser seine größte Dichte von ca. 1.000 Kilogramm pro Kubikmeter bei 3,98 °C und ist flüssig. Unterhalb von 3,98 °C dehnt sich Wasser bei (weiterer) Temperaturverringerung – auch beim Wechsel zum festen Aggregatzustand – (wieder) aus. Die Anomalie des Wassers besteht also im Bereich zwischen 0 °C und 3,98 °C, das Eis verhält sich nicht anomal, wenn auch untypischerweise die Dichte des Eises geringer ist als die des flüssigen Wassers.
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Im festen Aggregatzustand – in diesem Fall bei Eis – wird normalerweise eine hohe Fernordnung durch Ausbildung eines Kristallgitters im Zuge der Kristallisation erreicht. Im flüssigen Zustand herrscht eine Mischung von Ordnung und Chaos, wobei die Moleküle aufgrund ihrer höheren Geschwindigkeit ein größeres Volumen ausfüllen. Es erhöht sich also das Volumen, die Dichte wird damit geringer. Im gasförmigen Zustand ist die maximale Unordnung erreicht, d. h. die Atome verteilen sich dementsprechend gleichmäßig über den maximal zur Verfügung stehenden Raum.
Temperaturverteilung in einem stehenden See im Sommer und Winter


Der Grund der Anomalie des Wassers liegt in der Verkettung der Wassermoleküle über Wasserstoffbrückenbindungen. Durch sie benötigt die Struktur im festen Zustand mehr Raum als bei beweglichen Molekülen. Die Strukturbildung ist ein fortschreitender Vorgang, das heißt, es sind schon im flüssigen Zustand so genannte Cluster aus Wassermolekülen vorhanden. Bei 3,98 °C ist der Zustand erreicht, bei dem die einzelnen Cluster das geringste Volumen einnehmen und damit die größte Dichte haben. Wenn die Temperatur weiter sinkt, wird durch einen stetigen Wandel der Kristallstrukturen mehr Volumen benötigt. Wenn die Temperatur steigt, benötigen die Moleküle wieder mehr Bewegungsfreiraum, wodurch das Volumen ebenfalls steigt.
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Der Grund der Anomalie des Wassers liegt in der Verkettung der Wassermoleküle über Wasserstoffbrückenbindungen. Durch sie benötigt die Struktur im festen Zustand mehr Raum als bei beweglichen Molekülen. Die Strukturbildung ist ein fortschreitender Vorgang, das heißt, es sind schon im flüssigen Zustand so genannte Cluster aus Wassermolekülen vorhanden. Bei 3,98 °C ist der Zustand erreicht, bei dem die einzelnen Cluster das geringste Volumen einnehmen und damit die größte Dichte haben. Wenn die Temperatur weiter sinkt, wird durch einen stetigen Wandel der Kristallstrukturen mehr Volumen benötigt. Wenn die Temperatur steigt, benötigen die Moleküle wieder mehr Bewegungsfreiraum, wodurch das Volumen ebenfalls steigt.

M137

Peridodische Bewegungen
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vibrieren - zittern oder (schnell) schwingen
Die Saite der Violine vibrierte noch lange und erzeugte einen wunderschönen Ton.
Als die Fähre den Hafen verließ, wurde Volldampf gegeben, woraufhin Tische, Stühle und die Gläser in der Bar vibrierten.
Vibrationen sind periodische, meist mittel- bis höherfrequente und niederamplitudige (mechanische) Schwingungen von Stoffen und Körpern, die entweder selbst elastisch sind oder aus elastisch verbundenen Einzelteilen oder Bausteinen bestehen. Im Gegensatz zum Begriff „Schwingung“ suggeriert „Vibration“ die unmittelbare Hörbarkeit oder Fühlbarkeit dieses Vorgangs.
Viele Organismen besitzen Rezeptoren, die nicht auf einfache Berührung, wohl aber auf periodische mechanische Reize reagieren.
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oszilieren = schwingen
Oszillation - eine wiederholte zeitliche Schwankung von Zustandsgrößen
schwingen - sich hin und her oder kreisend bewegen
Die Glocken schwingen hin und her.
schwingen = schaukeln
Als Schwingungen oder Oszillationen (lateinisch oscillare ‚schaukeln‘) werden wiederholte zeitliche Schwankungen von Zustandsgrößen eines Systems bezeichnet.
Unter Schwankung ist dabei die Abweichung von einem Mittelwert zu verstehen. Schwingungen können in allen rückgekoppelten Systemen auftreten. Beispiele für Schwingungen sind in der Mechanik, in der Elektrotechnik, der Biologie, in der Wirtschaft (Schweinezyklus) und in vielen anderen Bereichen anzutreffen.
Man unterscheidet:
- periodische und nichtperiodische Schwingungen
- gedämpfte und ungedämpfte Schwingungen
- Schwingungen mit einem Freiheitsgrad, mit mehreren Freiheitsgraden und mit unendlich vielen Freiheitsgraden (Schwingungen eines Kontinuums)
Als Vibration werden periodische, mit Verformung verbundene mechanische Schwingungen eines Körpers bezeichnet. Eine Schwingung, die zur Informationsübermittlung dient, nennt man manchmal Signal, zum Beispiel elektrisches Signal. Die räumliche Ausbreitung einer Störung oder Schwingung ist eine Welle.
eine Schaukel schwingt
ein Pendel schwingt
etwas schwingt an einem Seil
etwas schwingt im Wind
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Sinuskurve
Als harmonisch wird eine Schwingung bezeichnet, deren Verlauf durch eine Sinusfunktion beschrieben werden kann.
Darstellung einer harmonischen Schwingung.


M138

Die Schaukel schwingt hin und her.
sich unterhaken und schunkeln
Hollywoodschaukel
Schiffschaukel
kippeln - wackeln, unsicher stehen
Er kippelte mit dem Stuhl, so dass er nach hinten zu stürzen drohte.
der Stuhl kippelt
der Tisch kippeln
Ein dreibeiniger Tisch kann nie kippeln, weil drei Punkt im Raum immer auf einer gemeinsamen Ebene Liegen. Das trifft für vierbeinige Tische nicht zu, denn vier Punktr im Raum müssen nicht zwingend in einer Ebene liegen. Beispiel: die vier Eckpunte eines Tetraeders.
Staffeleien sind, um Kippeln zu vermeiden, in der Regel dreibeinig.
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kippen - umkippen - auskippen - wegkippen - Kippschalter
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schaukeln - sich auf und ab oder hin und her bewegen
schunkeln - wiegen - wippen - wanken
Das Boot hat sehr stark auf den Wellen geschaukelt.
Das Schiff schaukelte sanft auf den Wellen.
Die Mutter schaukelte das Kind in den Schlaf.
auf den Armen schaukeln
Er hat das Kind auf den Knien geschaukelt.
wir werden das Kind schon schaukeln
Schaukelstuhl
Schaukelpferd
Schaukelpolitik
Schaukel - ein Gerät, um sich um einen Drehpunkt auf und ab oder vor und zurück zu bewegen


M139

wackeln - sich hin und her neigen
Der Sturm war so stark, dass das Haus wackelte.
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wackeln - bildlich: kurz vor dem Versagen oder Sturz stehen
Der Präsident wackelt unter dem politischen Druck.
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wackeln - lose sein (zum Beispiel ein Bolzen)
Der Zahn wackelt.
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wackeln - hin und her bewegen
Er begann nervös mit dem Kopf zu wackeln.
wackelilg
Wackelpudding - Wackelzahn
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Wippe
wippen - wiederholt hin- und herschwingen oder hoch und runter schwingen
Der Kandidat wippte während der ganzen Prüfung nervös mit seinem Fuß.
In meinem Zimmer hängt ein kleiner Holzdrache an einer Stahlfeder. Er wippt 10 Minuten, wenn ich ihn anstoße.
Wippe - Kinderspielgerät, bei dem sich auf einem senkrechten Ständer ein kippbarer Balken oder Brett zum Wippen befindet


pendeln - hin- und herschwingen wie ein Pendel
Der Ast pendelte schon bedrohlich im Wind und drohte jederzeit herunterzufallen.
Ein Pendel ist ein Körper, der, an einer Achse oder einem Punkt außerhalb seines Massenmittelpunktes drehbar gelagert, um seine eigene Ruheposition schwingen kann. Seine einfachste Ausführung ist das Fadenpendel, das aus einem an einem Faden aufgehängten Gewicht besteht und baulich einem Schnurlot gleicht.
pendeln - von Fahrzeugen: ständig die gleiche Strecke in wechselnder Richtung fahren
pendeln - täglich eine große Strecke zwischen Arbeitsplatz und Wohnung zurücklegen
Die meisten unserer Mitarbeiter pendeln zwischen Hamburg und Bremen.
hin und her pendeln
Pendeltür
Pendelverkehr
Pendler

M140

beben - stark erzittern
erschüttern - zittern - vibrieren
Die Erde bebte von den heranrückenden Panzern.
Erdbeben - Erschütterungen des Erdbodens
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flattern - von einer flächigen Struktur: sich schnell hin und her (bzw. auf und ab) bewegen
Lasst die olympischen Fahnen flattern!
flattern - Flügel aktiv schnell bewegen
Der Vogel geriet in Panik und flatterte mit den Flügeln.
Flattern - Eine durch Schwingungen angeregte Bewegung eines Gegenstandes
Als Flattern bezeichnet man eine selbsterregte Schwingung.
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schwanken - taumeln, wanken, sich hin und her bewegen
Vor lauter Trunkenheit schwankte er orientierungslos durch den Gang.
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schwappen (einer Flüssigkeit) - sich hin und her bewegen, überfließen.
Das Wasser schwappte, als ich mich in die Badewanne setzte.
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taumeln - schwankend bewegen mit der Gefahr umzufallen
Erst taumelte der Drachen in der Luft, dann stürzte er ab.
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taumeln - sich schwankend irgendwohin bewegen
Nach dem Kneipenbesuch taumeln die Gäste nach Hause.
Taumeln - Das Taumeln eines physikalischen Körpers ist eine scheinbar unregelmäßige oder unkontrollierbare Bewegung, die mit Drehungen und Änderungen von Achsenlagen verbunden ist.
Die Taumelscheibe ist ein wesentliches Steuerungselement beim Hubschrauber.
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torkeln = taumeln - sich schwankend, unsicher auf den Beinen halten, taumeln
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erschüttern - in schwingende Bewegung bringen
Der Schlagbohrer erschüttert mein Zimmer seit 9 Uhr morgens.
Das Erdbeben erschütterte die Stadt und brachte mehrere große Gebäude zum Einsturz.
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pulsieren - dem Pulsschlag entsprechend oder in regelmäßigen Abständen anschwellen und abschwellen - (sich rhythmisch) bewegen
Die Helligkeit des Sterns Beteigeuze pulsiert asymmetrisch.
Der Puls beschreibt seit der Antike in der Medizin die mechanischen Auswirkungen von Herz­aktionen auf die direkte Umgebung oder deren Fortleitung in entferntere Regionen des Körpers durch das Gefäßsystem. Als Puls bezeichnet man sowohl die Pulsfrequenz (Zahl der Impulse pro Minute; zum Unterschied dieser Pulszahl zur Herzfrequenz) als auch die Qualität dieser Impulse (z. B. „weicher“, „schwacher“ oder „schwirrender“ Puls).
Puls - an den Schlagadern (Arterien) fühlbare Druckwelle, welche in der Systole durch die Auswurfarbeit des Herzens entsteht
Puls - Stelle am Handgelenk, wo man die Druckwelle des herzschlags fühlen kann
Mein Puls beträgt 120 Schläge pro Minute, da ich gerade gelaufen bin!
Fühlen Sie doch bitte der Patientin den Puls.
Mit rasendem Puls versuchte er, sich hinter dem Baum zu verstecken.
Schlagartig beschleunigte sich ihr Puls.
Wenn man den Puls kühlt, erfrischt sich gleich der ganze Körper.
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Puls - eine periodische Folge von Impulsen
Moderne Radargeräte für Reichweiten von mehreren 100 km senden teilweise Pulse mit einer Pulsleistung unter einem Megawatt.

M141 - M150[editar]

M141

Multiplikation (Teil 1)
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Auf dem Bild sieht man drei mal vier Kugeln, das sind insgesamt 12.
Bei der Multiplikation nimmt man zwei Zahlen miteinander „mal“. Als Rechenzeichen schreibt man einen Punkt: · Weil man den aber auf dem Bildschirm oder der Tastatur nicht so gut sieht, nimmt man dort lieber ein Kreuz: ×
Multiplikation ist eine Art, Zahlen, die man immer mit sich selbst addieren würde, kürzer aufzuschreiben. Dazu ein Beispiel: man möchte rechnen. Dies kann man vereinfacht auch als 4 × 3 schreiben (gesprochen: vier mal drei), da man vier mal die Zahl drei mit sich selbst addiert. Zahlen, die man miteinander multipliziert, werden Faktoren genannt, das Ergebnis heißt Produkt.
fuente: Klexikon - CC-BY-SA
fuente/Quelle: http://klexikon.zum.de/wiki/Grundrechenarten (Klexikon - die „Wikipedia für Kinder“)
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M142

unregelmäßige Bewegung
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Schaum
Schaum
Für die Brandbekämpfung verwendeten Schaum nennt man Löschschaum.
schäumen
1.) Schaum entwickeln
Das Badewasser schäumt.
Schaumbäder dienen der Hautreinigung und der Erfrischung. Schaum, Geruch und Farbe des Bades dienen dem Wohlbefinden, der Entspannung und Erfrischung. Schaumbäder sind meist flüssig und enthalten hauptsächlich waschaktive Tenside. Der Schaum dient im Wesentlichen dem Badegefühl und der Hautentfettung, der Pflegeffekt ist im Vergleich zu Ölbädern, Wirkstoffbädern geringer.
2.) Wut empfinden
Er habe das so mit Österreich noch nie erlebt, schäumt der bayrische Innenminister.
Offensichtlich schäumte der tschechische Ministerpräsident, der gegenwärtig den rotierenden Vorsitz der EU innehält, vor Wut über den französischen Präsidenten.
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sieden
1.) etwas kochen, zum Kochen bringen - Synonyme: garen, abkochen, kochen, dünsten
Ich siede Krebse.
Am Feiertag gab es bei uns gesottenes Rindfleisch.
2.) intransitiv: kochen - Synonyme: brodeln, kochen
Das Wasser siedet bereits.
Tauchsieder
Siedepunkt
Siedewasserreaktor
Sud - Aufguss, wässriger Extrakt
Man bereitet einen Sud aus Essig und Gewürzen.
Man lässt den Fisch im Sud langsam gar ziehen.
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gären
1.) zersetzen von organischem Material unter Luftabschluss, insbesondere mit Entstehung von Alkohol oder Milchsäure
Der Most hat inzwischen gegoren.
Gärung, Gärbottich, obergäriges Bier, untergäriges Bier, vergären, alkoholische Gärung
2.) ein Gefühl der inneren Wut und Unzufriedenheit wird immer größer
Es gärte in ihm schon lange vor Wut.
ausgegoren
unausgegoren
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kochen
1.) Lebensmittel unter Einwirkung von Hitze zu einer Mahlzeit zubereiten - Synonyme: erhitzen, garen, zubereiten, zurichten
Beispiele:
Wir kochen uns eine Gemüsesuppe.
Susi kocht heute für uns.
auch nur mit Wasser kochen - auch nicht besser sein als andere
sein eigenes Süppchen kochen - seine eigenen Geschäfte machen
Sprichwort: Es wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird.
abkochen
aufkochen
auskochen
einkochen
Kochanleitung
Kochanweisung
Kochplatte
Kochshow
Kochtemperatur
Kochtopf
Kochwasser
2.) Speisen (auch kalte) zubereiten - Synonyme:
Beispiel:
Meine Oma konnte besser kochen als meine Mutter.
3.) umgangssprachlich: sieden - Synonyme: brodeln, erhitzen, dampfen, köcheln, sieden
Beispiel:
Das Wasser für den Kaffee kocht bereits.
kochendheiß
4.) Kleidungsstücke bei hohen Temperaturen (meist 95 °C) waschen
Beispiele:
Diese stark verschmutzte Wäsche musst du wohl kochen, um sie wieder einigermaßen sauber zu kriegen.
Wäsche kochen
kochbeständig
kochecht
kochfest
5.) sich in einem aufgebrachten Gemütszustand befinden - Synonyme: aufbrausen, auffahren, aufwallen, entrüsten, explodieren, gären, kriseln, rumoren, schimpfen, schäumen, wüten
Beispiele:
Sie kochte, als sie ihren Freund mit einer anderen ertappte.
Man sieht an seinem Gesichtsausdruck, dass er vor Wut kocht.
vor Wut kochen - sehr wütend sein
jemanden zum Kochen bringen - jemanden sehr wütend machen
jemandem kocht das Blut in den Adern
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blubberndes heißes Schlammloch in Neuseeland
blubbern
1.)umgangssprachlich: das Geräusch von Gasblasen beim Erreichen der Flüssigkeitsoberfläche verursachen
Das siedende Wasser blubberte im Teekessel.
2.) umgangssprachlich: unsinnige Sachen reden
Ich weiß nicht, was Martin gestern geblubbert hat, ich habe nicht richtig zugehört.

M142a

unregelmäßige Bewegung
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Schauder - eine Empfindung von Angst oder Abscheu
schaudern
1.) sich vor Kälte schütteln - Synonyme: frösteln, ein heftiges Kältegefühl haben; eine Gänsehaut bekommen
für einen kurzen Augenblick einen Schauder haben
2.) sich vor Ekel und Abscheu schütteln - Synonyme: sich grausen, sich gruseln; eine Gänsehaut bekommen; ihm ist unheimlich zumute
Bei diesem Gedanken schaudert mir.
Bei dem Gedanken schauderte ihn.
mir oder mich schaudert
sich ekeln - Ekel
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zittern - kleine, unkontrollierte, wiederholte Hin- und Herbewegungen ausführen
Beispiele:
Was ist denn los? Du zitterst ja am ganzen Körper.
Durch den Entzug zittern die Hände des Mannes.
Zitterpartie
Zitterprämie
zittrig (Tremor)
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zucken - eine kurze, schnelle, meist unwillkürliche Bewegung ausführen
Seine Nervosität konnte man meist daran ablesen, dass seine Nasenflügel ständig zuckten.
mit den Achseln zucken
mit den Schultern zucken
ohne mit der Wimper zu zucken
zurückzucken, zusammenzucken
Zucken
Zuckung
ruckzuck = ratzfatz (umgangssprachlich: sehr schnell)
Es muss ruckzuck erledigt werden.
dalli, los
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sich winden
1.) etwas drehen, wickeln
Wir winden das Seil um den Pfosten.
Windung - schraubenähnliche Form
2.) jemandem etwas wegnehmen
Mit Mühe windet er ihm das Messer aus der Hand.
3.) reflexiv: sich bewegen, sich drehen
Der Regenwurm windet sich in der Erde.
Der Efeu windet sich um den Baum.
4.) reflexiv: ausweichen, sich um eine angemessene Antwort drücken
Er windet sich, nur um keine angemessene Antwort geben zu müssen.
sich winden wie ein Aal
sich winden wie eine Schlange
sich winden wie ein Wurm
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Hände schütteln
schütteln - einen Gegenstand oder eine Person schnell hin und her bewegen
Er schüttelt die Tasche, damit der Schmutz herausfällt.
aus dem Ärmel schütteln
aus dem Handgelenk schütteln
jemandem die Hand schütteln
den Kopf schütteln
Krämpfe schütteln einen Körper
sich vor Lachen schütteln
seine Mähne schütteln
Kopfschütteln (Nein) - Kopfnicken (Ja)
Schüttelfrost
Schüttellähmung = Parkinson-Krankheit
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stoßen
1.) mit einer gezielten und raschen Bewegung irgendwo (mit etwas) auftreffen
Er stieß ihr mit der Faust in die Seite.
Immer musst du mit deinen Füßen an den Tisch stoßen!
Wir haben immer wieder mit dem Ast an deine Fensterscheibe gestoßen.
2.) etwas mittels einer kurzen und heftigen zielgerichteten Bewegung irgendwo eindringen lassen, es irgendwo hineintreiben - Synonym: rammen
Der Täter stieß seinem Opfer ein Messer in den Rücken.
Wir haben lange Stangen in die Erde gestoßen, an denen die Pflanzen hochranken sollen.
3.) auch übertragen benutzt: etwas durch einen Stoß zu einer anderen Stelle bewegen :Vor Wut stieß Lydia ihren Mann von sich.
Auf der Flucht vor der Polizei stießen die Täter eine Leiter beiseite, auf der ein Maler stand.
Der König wurde vom Thron gestoßen.
Paul begriff lange Zeit nicht, dass Melanie ein Kind von ihm erwartete. Man musste ihn regelrecht darauf stoßen.
4.) reflexiv: unabsichtlich mit einem Körperteil nach einer raschen Bewegung irgendwo auftreffen, so dass es Schmerzen verursacht
Jetzt hast du dich ja schon wieder an der spitzen Ecke des Schrankes gestoßen!
Ich habe mir an der Kante den Fuß gestoßen.
Meinhard hat sich derart heftig am Kopf gestoßen, dass er ins Krankenhaus musste.
Ich habe mir den Musikanten gestoßen.
5.) an etwas angrenzen - Synonyme: angrenzen, grenzen
Dieses Grundstück stößt direkt an den Wald.
Früher hat dieses Gelände unmittelbar ans Meer gestoßen, aber nun ist noch ein Deich dazwischen.
6.) mit der Präposition an: sich an etwas stören, an etwas Anstoß nehmen
Die Nachbarschaft hat sich schon immer an seinem Lebenswandel gestoßen.
Hier stoßen sich immer gleich alle an unseren Festen.
7.) etwas zu etwas zerkleinern - Synonyme: zerkleinern, zerstoßen
Der Pfeffer muss zu kleinen Stückchen gestoßen werden.
8.) umgangssprachlich, mit Dativ: jemandem etwas mit äußerster Deutlichkeit zu verstehen geben - Synonyme: klarmachen, stecken
Ich habe dem aufdringlichen Typen jetzt mal gestoßen, dass ich einen Freund habe.
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ins gleiche Horn stoßen
jemanden mit der Nase auf etwas stoßen
jemanden vor den Kopf stoßen
abstoßen
anstoßen
Stoßzeit = Spitzenzeit (Zeitabschnitt, in dem etwas besonders häufig und/oder intensiv geschieht)

M142b

unregelmäßige Bewegung
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werfen
1.) etwas in eine bestimmte Richtung schleudern - Synonyme: schleudern, schmeißen
Er wirft den Ball ziemlich weit.
2.) bildlich: erzeugen, verursachen, zu einer neuen Situation führen, zum Beispiel einen Schatten werfen oder Licht auf etwas werfen (siehe auch Redewendungen)
Ihre gebeugte Figur wirft einen unheimlichen Schatten an die Wand.
Diese Aussage wirft ja ein ganz neues Licht auf den Fall.
Anker werfen
Perlen vor die Säue werfen
das Handtuch werfen
die Tür ins Schloss werfen
ein Auge auf jemanden werfen
einen Blick werfen
etwas wirft einen Schatten auf etwas
etwas wirft seinen langen Schatten voraus
jemanden vor die Tür werfen
etwas wirft ein völlig anderes Licht auf eine Sache
etwas wirft jemanden aus der Bahn
etwas wirft jemanden um Jahre zurück
sich jemandem an den Hals werfen
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schäumen
sieden
gären
kochen
blubbern
schaudern
zittern
zucken
sich winden
schütteln
stoßen
werfen
---
zappeln - sich heftig und schnell hin und her bewegen
Endlich zappelte ein Fisch an der Angel.
jemanden zappeln lassen
Gezappel
herumzappeln
Zappelphilipp
zappelig
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wiegen - jemanden oder etwas vorsichtig hin und her schaukeln - Synonyme: schaukeln, umgangssprachlich: schunkeln, wogen
Das Kind in den Schlaf wiegen
jemanden in Sicherheit wiegen
sich in Sicherheit wiegen
Die Mädchen wogen ihre schlanken Körper im Takt der Musik.

M142c

unregelmäßige Bewegung
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beben - stark erzittern - Synonyme: erschüttern, zittern, vibrieren, zittern
Die Erde bebte von den heranrückenden Panzern.
Noch mehr aber bebte mein Gegenüber, tief in den Schützengraben gekauert und todesängstig.
vor Wut beben
Erdbeben
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hin und her - Synonyme: Kampf, Tauziehen, Unruhe
nach langem Hin und Her
das ewige Hin und Her
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vor und zurück
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auf und ab - schaukelnde Auf- und Abwärtsbewegung
auf- und absteigen (aufsteigen und absteigen)
im übertragenen Sinn: ständiger Wechsel zwischen Erfolg und Misserfolg, Sieg und Niederlage, Glück und Unglück, Höhe- und Tiefpunkt
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dröhnen
ein dumpfes, lautes Geräusch verursachen.
Die Motoren dröhnen.
Die Luft dröhnt von den Motoren der Hubschrauber.
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fächeln - sich einen erfrischenden Luftzug verschaffen, indem man etwas hin- und herschwenkt. in sanfter Bewegung wehen
Fächer
Wegen der großen Hitze im Bienenstock versuchen die Bienen durch intensives Fächeln mit ihren Flügeln Luft herbeizuwedeln.
zufächeln - in Richtung auf jemanden, einen Körperteil fächeln
jemandem mit einer Zeitung Kühlung zufächeln
sich mit einem Fächer Kühlung zufächeln
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rollen - stampfen
rollen
1.) Nautik: die längsseitige Bewegung eines Schiffes oder Bootes bei Wellengang
Das Schiff rollte und schlingerte stark.
Das Schiff rollte in der Dünung.
2.) die Bewegung eines Rades (während einer Vor- oder Rückwärtsbewegung sich selbst um die eigene Achse drehen)
Der Stein rollte den Berg hinunter.
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Kartoffelstampfer
stampfen
1.) - Nautik: die querseitige Auf- und Ab-Bewegung eines Schiffes oder Boots bei Wellengang
Das Schiff stampft bei hohem Seegang.
Das Schiff stampfte leicht und rollte so heftig, dass die meisten Sträflinge seekrank wurden und in die Kojen flüchteten.
2.) von oben auf den Boden einwirken - Synonym: stoßen
Er stampfte mit den Füßen auf den Boden.
Sie stampfte Kartoffeln.
zerstampfen
aus dem Boden stampfen
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schlenkern
1.) etwas locker hin und her schwingen - Synonym: hin- und herbewegen; schaukeln; schwingen
Er schlenkert die Arme.
2.) sich locker, pendelnd hin und her bewegen
3.) spazieren gehen - Synonym: bummeln, flanieren, promenieren
Die Gruppe schlenderte gemeinsam über den großen exotischen Markt.
Wir sind über den Weihnachtsmarkt geschlendert.
Die Muscheln habe ich beim Schlendern an den einsamen Stränden gefunden.
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schwenken
1.) hin und her bewegen, wedeln
Der Fußballfan schwenkt die Fahne.
die Fahne hin und her schwenken
2.) die Bewegungsrichtung ändern - Synonym: abbiegen
Mit einem plötzlichen Ruck schwenkt die gesamte Kolonne nach rechts.
Schwenk - Änderung der Bewegungs-, Blick- oder Verlaufsrichtung
Rechtsschwenk
schwenken (mit Hilfsverb: sein): Das Auto ist nach rechts geschwenkt.
Das Auto schwenkte nach links in eine Nebenstraße.
3.) in eine andere Richtung drehen, in eine andere Position bringen
Er schwenkte die Kamera langsam nach links.
Kameraschwenk - Film: Drehung der Kamera
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zappeln
wiegen
beben
hin und her
vor und zurück
auf und ab
dröhnen
fächeln
rollen - stampfen
schlenkern
schwenken


M143

Multiplikation (Teil 2)
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Die Multiplikation (lateinisch multiplicatio, von multiplicare ‚vervielfachen‘, auch Malnehmen genannt) ist eine der vier Grundrechenarten in der Arithmetik. Ihre Umkehroperation ist die Division (das Teilen). Das Rechenzeichen für die Multiplikation ist das Malzeichen „·“ bzw. „ד.
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Namensgebung der Multiplikation:
Die Multiplikation natürlicher Zahlen entsteht durch das wiederholte Addieren (Zusammenzählen) des gleichen Summanden:
a und b nennt man Faktoren, wobei a auch als Multiplikator und b auch als Multiplikand bezeichnet werden.
Die Rechnung, gesprochen „a mal b“, heißt Multiplikation. Das Ergebnis Produkt.
Merkhilfe:
Produkt = 1. Faktor · 2. Faktor bzw. 2. Faktor · 1. Faktor = Produkt
oder
Produkt = Multiplikand · Multiplikator bzw. Multiplikator · Multiplikand = Produkt.
Zum Beispiel schreibt man 3 · 4 für 4 + 4 + 4, und spricht diesen Term als „drei mal vier“. Anstelle von 3 · 4 wird manchmal auch 3 × 4 oder 3 * 4 geschrieben.
Bei der Multiplikation mit Variablen wird der Punkt oft weggelassen (5x, xy). Zur richtigen Schreibweise siehe weiter unten: Malzeichen.
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Rechenregeln der Multiplikation:
Assoziativgesetz
Kommutativgesetz
Distributivgesetz
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Das Produkt von mehr als zwei Faktoren wird so definiert, dass man von links beginnend je zwei Faktoren multipliziert und so fortfährt, bis nur eine Zahl übrigbleibt. Das Assoziativgesetz besagt nun, dass man an beliebiger Stelle beginnen kann; also auch von rechts. Aufgrund des Kommutativgesetzes ist auch die Reihenfolge irrelevant, so dass mit zwei beliebigen Faktoren (welche also nicht direkt beieinanderstehen müssen) angefangen werden kann.

M144

Malzeichen
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Als Malzeichen oder Produktsymbole werden verschiedene Sonderzeichen bezeichnet, die unter anderem zur Darstellung des mathematischen Operators für die Multiplikation verwendet werden. Für die Multiplikation wird normalerweise der Malpunkt · verwendet, seltener auch das Malkreuz × und speziell in Programmiersprachen als Ersatzzeichen das Sternchen *.
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Geschichte:
Das älteste Symbol scheint das Malkreuz (×) zu sein. Verwendet wurde es erstmals von dem englischen Mathematiker William Oughtred in seinem Werk Clavis Mathematicae, veröffentlicht 1631 in London. Wahrscheinlich benutzte Oughtred das Malkreuz schon seit 1618, falls ein anonymer Anhang zur englischen Übersetzung von John Napiers Descriptio von ihm stammt. Die Herleitung des Symbols – vom Buchstaben (X) oder auch vom Andreaskreuz – ist nicht geklärt.
Der deutsche Wissenschaftler Gottfried Wilhelm Leibniz lehnte das Malkreuz wegen der Verwechslungsgefahr mit dem Buchstaben X ab und bevorzugte den Punkt (·). Leibniz benutzte den Multiplikationspunkt in einem Briefwechsel des Jahres 1698, hat ihn aber wahrscheinlich schon 1694 oder noch früher in seine mathematische Notation eingeführt.
Johann Rahn führte den Stern (∗) für die Multiplikation ein. Zusammen mit dem Symbol für die Division (÷) erscheint dieser erstmals in seinem Buch Teutsche Algebra, veröffentlicht 1659.
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In der Grundrechenart Multiplikation sind der Malpunkt · und das Malkreuz × inhaltlich gleichbedeutend, sie werden aber unterschiedlich verwendet.
Das Malkreuz × wird eingesetzt
  • wenn die Multiplikation optisch auffallend dargestellt werden muss, etwa auf einem Plakat:
    5 × 2 Freikarten!
  • wenn die Faktoren nicht Formelzeichen oder Zahlen sind, sondern Wörter:
    Gewerbesteuer = Steuermessbetrag × Hebesatz
  • wenn nur der linke Faktor angegeben ist, also im Sinne von -mal oder -fach:
    Vergrößerung: 6×
  • in angloamerikanisch geprägten Kulturen sowie in Frankreich im Schulunterricht und Alltag.
Der Malpunkt · wird dagegen benutzt,
  • wenn Berechnungen mit Formelzeichen und Zahlen wiedergegeben werden:
    a  =  5 · x²  +  7
  • in Deutschland im Schulunterricht.
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Bei wissenschaftlichen Berechnungen wird der Malpunkt dann ganz weggelassen, wenn die Gestaltung es erlaubt und aus dem Kontext heraus keine Verwechslungsgefahr besteht.
U = 2πr   – ohne Leerraum
U  =  2 π r   – schmales Leerzeichen
U  =  2 π r   – Leerzeichen
Gleichheitszeichen (und entsprechende) werden durch vergrößerten Leerraum hervorgehoben
In einigen Programmiersprachen wird das Sternchen * benutzt.
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Abmessungen:
Bei der Angabe von Abmessungen wie zum Beispiel Breite × Länge wird ebenfalls das Malkreuz verwendet. Beispielhafte Verwendungen sind:
  • eine Fläche von 3 m × 5 m
  • das Grundstück ist 30 × 40 m groß
Die Angabe von Abmessungen stellt keine Multiplikation der jeweiligen Längen dar. Die Maßeinheit kann dabei, wie im zweiten Beispiel, auch nur einmal angegeben werden.

M145

sterben
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tot
Tod - Tot
der Tote
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sterben - starb - gestorben
Wie ist er gestorben?
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natürlicher Tod
Er ist einen natürlichen Tod gestorben.
Er ist eines natürlichen Todes gestorben.
Er ist einen gewaltsamen Tod gestorben.
umbringen
Er wurde umgebracht
Mord - Mörder
Totschlag - (Totschläger)
Ein Totschläger ist ein mit einem Gewicht, z. B. einer Eisenkugel, befüllter Beutel aus Stoff, z. B. ein Strumpf. Einsatz findet er bei der Fischerei, um die gefangenen Fische zu betäuben. Totschläger fallen unter die Schlagwaffen, da sie bei ihrer Verwendung nicht in den Körper eindringen.
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Selbstmord
Er hat sich umgebracht.
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ertrinken - ertränken
erfrieren
verdursten - verdurchsten lassen
verhungern - verhungern lassen
ersticken
erschießen
erstechen
erschlagen - tot schlagen
erhängen - Galgen - Henker
erwürgen - Würgegriff
erdrosseln - (drosseln - Drosselklappe) - (Drossel - eine Vogelart)
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Amsel - eine Vogelart aus der Familieder Drosseln (Turdidae)
Singdrossel
Witz:
Kommt ein Ausländer aufs Polizeirevier und sagt zum Beamten: „Ich habe gerade meine Frau geamselt.“
Darauf der Beamte: „Sie meinen gevögelt?“
Der Ausländer: „Gevögelt? Ach nein, ich meine erdrosselt.“
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der Vogel
die Amsel
die Drossel
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vergiften
verbluten
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erdrücken
zerquetschen
köpfen
pfählen
kreuzigen
vierteilen
rädern
verbrennen
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kochen
blenden
auffressen
Er hat sich das Genick gebrochen.
Er hat sich zu Tode erschreckt.
totlachen
Er ist am gebrochenen Herzen gestorben.
Er ist an einem Herzschlag gestorben.
Er wurde vom Blitz getroffen.
Er wurde vom Blitz erschlagen.
Er wurde von einer Bombe zerfetzt.
Er ist friedlich in seinem Bett gestorben.
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Märchen:
Es war einmal ...
... Sie heirateten und lebten glücklich bis an ihr Lebensende. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann Leben sie noch heute.

M146

Der Ziegenbock im Schlafzimmer (auf youtube)
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Jetzt gibt es mal wieder einen Witz vom Olli. (Jetz gib'sche mal wieda ...)
Nachdem ich festgestellt habe, heute Nacht, ich besitz die Fähigkeit mit meinem Schienbein im Dunkeln die Möbelecke zu finden - hab ich mir überlegt: Heute gibt's mal einen Witz mit einem Schlafzimmer. (Nachem i festgschellt hab, heut' Nacht, ich besitz die Fähigkeit mit meinem Schienbein im Dunkle Möbelecke zu finde, im Schlafzimmer - hab i ma überlegt: Heut gibt's mal a Witz mit nem Schlafzimmer.)
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Treffen sich zwei Kumpel auf der Straße. (Treff sich zwei Kumpels auf der Straße.)
Und der eine ist ganz traurig (Und der eine ganz traurig.)
Fragt der andere: Was ist denn passiert? (Fragt der andere: Was ischn passiert?)
Ach, du, weist du, mein Rex, mein Schäferhund, mein Liebling ist gestorben. (Ach, du, weischt, mein Rex, mein Schäferhund, mein Liebling is g'storbe.)
Und mir gehts ganz arg schlecht.
Oh, das ist aber ganz arg schlimm. (Oh, dees isch aber ganz arg schlimm.)
Zwei Wochen später treffen sich die gleichen Kumpel wieder in der Stadt. (Zwei Woche später treffen sich die gleiche Kumpels wieder in de Stadt.)
Der andere mit einem Schäferhund, freudestrahlen. (Der anere mit nem Schäferhund, freudestrahlen.)
Sagt der andere Kumpel: Sag mal, du guckst ja so glücklich. Was ist denn los? (Sagt der anere Kumpel: Sa'mal, du guckst ja so glücklich. Wasch isn los?)
Du, stell dir vor: Letzte Wochenende ist uns auf einer Wiese ein Ziegenbock zugelaufen. (Du, stell da vor: Letschtes Wochenende is uns auf a Wies en Ziegebock zugelaufe.)
Da sagt der: Na und?
Da sagt der: ja, den haben wir mit heim genommen - weil du weiß ja, unser Rex ist gestorben. (Da sagt der: Ja, den hema mit heimgenomme - weil du weiß ja, unser Rex ist gestorbe.)
Und da sagt der: Ja, und wo haltet ihr den?
Sagt der: Halt im Schlafzimmer.
Sagt der: Ja, und der Gestank?
Sagt der: Ja, da muss sich das Tier schon dran gewöhnen.


M147

Umgangssprache (Teil 1)
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blinde Kuh (kriegen)
kriegen
1.) umgangssprachlich: bekommen, erhalten - Synonym: erhalten, bekommen
2.) umgangssprachlich: zu fassen bekommen, habhaft werden - Synonym: erwischen, schnappen, sich kaufen, festnehmen, substantiviert in: Kriegen spielen
Beispiele:
zu 1.)
Nimm, was du kriegen kannst.
Wie viel Geld kriegst du eigentlich?
Meinen die wirklich Madonna kriegt einen Oscar?
Kriegen wir dieses Jahr eigentlich noch einen richtigen Sommer?
„Ende März kriegten wir endlich Strom, das Treppengeländer und alle Lichtschachtgitter, und ich kriegte überall Pickel.“
Ich krieg' gleich ne Krise!
Hauptsache ich krieg' gleich ´n Ass.
Ich hab gehört sie kriegt ein Kind, stimmt das?
Krieg ich noch 'n Bier?
einen Anfall kriegen
sich nicht mehr unter Kontrolle kriegen
eine Krise kriegen
eine Grippe kriegen
eine Erkältung kriegen
einen Herzinfarkt kriegen
Krebs kriegen
Kinder kriegen
zuviel kriegen
zu 2.)
Ich krieg’ dich schon noch!
Krieg mich doch, wenn du kannst!
Wir sind uns alle sicher, dass Sie den Verräter kriegen.
Und am Ende vom Film kriegen sie sich doch.
jemanden zu fassen kriegen


M147a

Umgangssprache (Teil 2)
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gucken
1.) umgangssprachlich: seine Augen auf etwas richten - Synonym: blicken sehen, schauen, kucken (nordeutsch)
2.) umgangssprachlich: ein bestimmtes Gesicht machen - Synonym: glotzen (abwertend), schauen, kucken (nordeutsch)
3.) umgangssprachlich: sich etwas ansehen, zum Beispiel eine Fernsehsendung - Synonym: glotzen (abwertend; die Glotze = Fernseher), anschauen, ansehen, schauen, kucken (nordeutsch)
Beispiel:
zu 1.)
Guck mal, was ich hier habe!
In der Zeitung guck ich immer am liebsten nach Bildern von Stars und Sternchen.
Du sollst ihr nicht unter den Rock gucken!
zu 2.)
Warum guckst du heute so traurig?
Guck nicht so blöd!
zu 3.)
Ich gucke immer „Reich und schön“.
„Ich warte auf eine Kontaktanzeige, in der eine Frau einen maulfaulen Stubenhocker sucht, der weder tanzt noch wandert, aber gerne die Sopranos guckt und dabei Pralinen futtert.“
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dumm aus der Wäsche gucken - verwundert sein, ein verwundertes Gesicht machen
guckst du - siehst du, siehste
in die Röhre gucken - das Nachsehen haben
Fernsehen gucken
einen Film gucken
Guckglas
Guckkasten
Guckloch
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sich vergucken
1.) reflexiv, umgangssprachlich: etwas falsch sehen
2.) reflexiv, umgangssprachlich: eine Schwärmerei für etwas oder jemanden entwickeln
Beispiele.
zu 1.)
Ich habe mich verguckt. Das Auto war blau statt schwarz!
Das stimmt doch gar nicht, du verguckst dich!
zu 2.)
Wenn ich mit Luise im selben Raum bin, pocht mein Herz bis zum Hals! Ich glaube, ich habe mich in sie verguckt.
Ich darf mich nicht schon wieder in einen teuren Neuwagen vergucken, sonst bin ich am Ende pleite!


M147b

Umgangssprache (Teil 3)
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knutschen
Knutschfleck
knutschen - fest umarmen und küssen (meist Mund auf Mund)
Synonyme: küssen, schmusen
Lara hat mit Peter geknutscht.
Ich glaub, mich knutscht ein Elch
Geknutsche = Knutscherei
Knutschecke
Knutschfleck
abknutschen
herumknutschen = rumknutschen
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tun
1.) eine Handlung ausführen - Synonym: machen
Beispiele:
Was tust du?
Was ihr sagt oder tut, ist mir egal.
Ich würde alles dafür tun.
All dies tat ich für Euch!
Die räumen hier gerade auf, tue du das nachher bitte auch.
Wir haben all unsere Arbeiten getan.
Deine Hilfen tun Wunder.
2.) etwas in eine bestimmte Position bringen - Synonym: platzieren
Beispiele:
Tu’s wieder dahin zurück, wo es vorher war!
Wir tun das Geld in einen Sparstrumpf.
3.) jemanden in einer [a] guten oder [b] schlechten Weise behandeln
Beispiele:
Ich tu dir einen Gefallen…
Tu mir nichts.
Sei vorsichtig, sonst tust du dir noch was.
4.) eine Eigenschaft beziehungsweise einen Sachverhalt anders darstellen, als er wirklich ist - Synonym: vortäuschen
Tu nicht so blöd!
Ich tu, als sei ich taub.
5.) seine Funktion erfüllen, vorschriftsmäßig arbeiten - Synonyme: funktionieren, gehen
Beispiele:
Unser Computer tut’s nicht mehr.

M147c

Umgangssprache (Teil 4)
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schmeißen
1.) umgangssprachlich: etwas werfen, schleudern - Synonyme: etwas werfen, mit etwas werfen, schleudern, schmettern
Wer schmeißt denn da mit Synd?
Schmeiß bloß schnell den Pilz weg, er ist giftig!
„Ich möchte euch das vor die Füße schmeißen, so sauer bin ich!“
2.) umgangssprachlich: etwas aufgeben, misslingen lassen - Synonyme: aufgeben, hinschmeißen
Er hat sein Studium geschmissen.
Schon mancher, der das Studium geschmissen hat, hat seine Karriere gemacht.
Sie hat alles hingeschmissen und gekündigt.
3.) umgangssprachlich: etwas spendieren, ausgeben - Synonyme: meist Getränke: spendieren, ausgeben; geben
Schmeißt du noch 'ne Runde Kaffee?
Schmeißt du noch 'ne Runde Bier?
eine Saalrunde schmeißen
4.) umgangssprachlich: etwas erfolgreich durchführen - Synonyme: bewerkstelligen, hinbiegen, hinkriegen, managen, meistern, zurechtkommen
Er hat den ganzen Laden 14 Tage alleine geschmissen.
Redewendungen:
den Laden schmeißen – etwas gut durchführen, managen, leiten
eine Party schmeißen – die Stimmung auf einer Party verderben oder eine Party ausrichten
eine Runde schmeißen, eine Lage schmeißen – für jeden Anwesenden ein Getränk bezahlen
sich in Schale schmeißen – gute, festliche Bekleidung anlegen
(etwas) vor die Füße schmeißen – wütend aufgeben
wegschmeißen

M147d

Umgangssprache (Teil 5)
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drehen
1.) etwas um eine Achse bewegen
Wir müssen das Auto nur drehen, dann passt es schon in die Lücke.
2.) reflexiv: sich um eine Achse bewegen - Synonym: rotieren
Der Kreisel dreht sich immer langsamer, bis er umkippt.
3.) von rotierendem Werkstück Späne abheben - Synonym: abdrehen
Der Holzteller ist nicht ganz sauber gedreht worden.
4.) aus einzelnen Fäden durch festes Umeinanderschlingen herstellen - Synonym: verdrillen
Soll es eine gedrehte Kordel oder eine geflochtene Schnur sein?
5.) Filmaufnahmen durchführen
Wer hat eigentlich den ersten Spielfilm gedreht?
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am Rad drehen: die Fassung verlieren
Däumchen drehen: untätig sein
ein Ding drehen: ein Verbrechen (oft ein Einbruch) begehen.
eine Ehrenrunde drehen: eine Klasse wiederholen
eine Runde drehen
jemandem eine Nase drehen
jemandem einen Strick aus etwas drehen
jemandem dreht sich alles im Kreis
sich im Kreis drehen
jemanden durch den Wolf drehen
sich selbst den Strick drehen
sich um etwas drehen
sich wie ein Segel im Wind drehen
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Drehleiter
Drehmaschine (neu) = Drehbank (alt)
Drehung
Dreh
Drehachse
Dreharbeiten
Drehbuch
Drehort
Drehbank = Drehmaschine
Dreher
Drehkreuz
Drehscheibe
Drehleiter (Feuerwehr)
Drehtür
Drehwurm

M147e

Umgangssprache (Teil 6)
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flicken - zerrissenen Stoff mit einem anderen Stück Stoff ausbessern - Synonym: ausbessern
Das Loch im Knie der Kinderhose hat die Mutter mit einem roten Kunstlederherz geflickt.
Kann man diesen Riss in der Regenjacke flicken?
Steffen versucht gerade seinen gebrauchten indischen Teppich zu flicken.
Flicken
Flickschusterei
Flickwerk
Flickzeug
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schmieren
1.) etwas mit etwas bestreichen - Synonym: bestreichen
Die Brote sind schon fertig geschmiert.
2.) bewegliche Teile mit einer Substanz benetzen, die die mechanische Reibung reduziert - Synonym: abschmieren, fetten
An Maschinen muss man ab und zu die Lager schmieren,
3.) unleserlich schreiben - Synonym: klieren, krakeln
Du schmierst ja nicht schlecht!
4.) Jemand mit Geld oder anderen Gütern bestechen - Synonym: bestechen, korrumpieren
Die Beamten sollen Jahre lang geschmiert worden sein.
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jemandem Honig ums Maul schmieren
jemandem Honig um den Bart schmieren
jemandem Honig um den Mund schmieren
jemandem eine schmieren = ihn ohrfeigen - Sie hat ihm eine geschmiert.
Wer gut schmiert, der gut fährt
Das läuft wie geschmiert = sehr gut funktionieren
Schmierzettel
Schmiermittel
Schmiere
Schmiergeld
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kriegen
gucken
knutschen
tun
schmeißen
drehen
flicken
schmieren

M148

Umgangssprache (Teil 7)
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ohje
ohjemenee
blöd
Ohrwurm
fertig werden
mit etwas fertig werden
mit jemandem fertig werden
anfassen
fies
Fiesling


M149

Umgangssprache (Teil 8)
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flitzen - sich schnell vorwärts bewegen - Synonym: zischen
Beispiele:
Der kleine Tim flitzt durch den Garten.
Der Pfeil flitzte durch die Luft.
Flitzebogen - häufig aus Holz gefertigte und mit einer Sehne versehene Schusswaffe zum Abschießen von Pfeilen
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ein Flitzer auf dem Sportplatz
Flitzer
1.) umgangssprachlich: sportliches, schnelles Auto - Synonym: Geschoss
Ein blauer Flitzer überholte ihn.
2.) umgangssprachlich: Person, die bei einer öffentlichen Veranstaltung meist unbekleidet durch das Geschehen läuft - Synonyme: Blitzer, Nacktläufer, Streaker; Exhibitionist
Für eine außerplanmäßige Unterbrechung sorgte ein Flitzer, der zur Freude der johlenden Fans den Platz stürmte.
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flutschen
1.) aufgrund von Glätte gleiten - Synonyme: gleiten, glitschen, rutschen, schliddern, schlittern, schlüpfen
Und dann flutscht ihm der Karpfen wieder aus der Hand!
Flutsch doch mal in die Küche und schau, was Oma macht.
jemandem flutscht etwas aus den Fingern
jemandem flutscht etwas aus der Hand
2.) problemlos funktionieren - Synonym: klappen
Das ging wie geflutscht, in zwei Minuten waren wir wieder draußen.
Geduld, Geduld, das flutscht gleich.
wie geflutscht
Es läuft wie geflutscht.
die Arbeit flutscht

M149a

Umgangssprache (Teil 9)
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latschen - umgangssprachlich, salopp: unmotiviert, nachlässig gehen - Synonym: schlurfen, schlendern, gehen
Nach dem Sportunterricht latschen wir alle ins Chemielabor.
Ich muss diese Woche zur Arbeit latschen, weil mein Auto kaputt ist.
Latschen - (umgangssprachlich) einfacher, flacher, abgetragener Schuh
Quadratlatschen - umgangssprachlich, scherzhaft: große Füße oder große Schuhe
Badelatschen, Flipflops
Badelatschen = Badeschuh
Flip-Flop (auch Flipflop) ist eine modische Bezeichnung für Badesandale aus Kunststoff mit Zehensteg und Schrägriemenbefestigung. Besonders leichte Sandale, die außer einer Sohle nur noch eine Schlaufe für die Zehen hat.
Latschenkiefer = Bergkiefer (Pinus mugo) = Krüppelkiefer (Waldgrenze, Baumgrenze)
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Leier
1.) Musik: Saiteninstrument in der Form einer Lyra
2.) Musik: kurz für den Leierkasten oder die Drehorgel
3.) Musik: kurz für die Drehleier
4.) Drehvorrichtung, Kurbel - von der Kurbel des Musikinstrumentes Drehleier das häufig zu Leier verkürzt wurde, auf andere Kurbeln übertragen.
Beispiel: Dreh mal an der Leier!
im übertragenen Sinn:
immer die alte Leier
immer die gleiche Leier
ausleiern
herunterleiern
5.) Astronomie, kein Plural: Sternbild am nördlichen Sternenhimmel - Synonym: Lyra
Beispiel: Die Leier befindet sich östlich des Schwans.
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leiern
1.) an einer Kurbel drehen - Synonym: kurbeln
2.) jmd. sagt oder singt etwas ohne Betonung. - Synonym: herunterleiern; herbeten; herleiern; heruntersagen
Sie leiert ihren Text zu sehr, sie muss besser betonen.
3.) Eine Musikkassette oder eine Schallplatte gibt nur noch undeutliche Töne von sich, wenn man sie abspielt.
Die Kasette leiert.
Die Musik von meinem Audio-Playerleiert, als wenn der Motor eines Kasettenreckorders ungleichmäßig dreht.
Was meinst du mit leiern? Ändert sich die Geschwindigkeit der Wiedergabe oder die Lautstärke der Musik unregelmäßig?
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eiern
1) Rad oder Scheibe: nicht kreisrund laufen, rotieren
Dein Hinterrad eiert!
2) umgangssprachlich, meist aber als „herumeiern“: unsachlich, unschlüssig, mit Ausreden, Ausflüchten, Scheinargumenten argumentieren
Er sollte berichten, was vorgefallen war, eierte aber bei seinen Erklärungsversuchen ganz schön herum. (rumdrucksen; herumdrucksen - immer wieder zögernd und nicht direkt etwas aussprechen, sich zu etwas äußern; Beispiel: Erst druckste er herum, dann kam er mit der Sprache heraus.)
Als sie erzählen sollte, wie es sich denn genau zugetragen hätte, kam sie ins Eiern.
3) unsicher zu Fuß sein, oftmals aufgrund von Alkoholkonsum
Am 1.Mai holt die internationale Arbeiterklasse ihre Fahrräder aus dem Keller und eiert damit betrunken durch die Gegend.
Bis fünf Uhr morgens eierten wir durch die Gegend.
durch die Gegend eiern
besoffen eiern

M149b

Umgangssprache (Teil 10)
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Zicke
1.) weibliche Ziege - Synonym Geiß (Ziege, insbesondere das weibliche Tier)
Die Zicke füttert ihr Zicklein.
2.) nur im Plural: unsinnige Ideen, Verhaltensweisen - Synonym: Blödsinn
Hände hoch! Mach keine Zicken, sonst schieße ich.
Der Kerl hat schon wieder nur Zicken im Kopf.
3.) abwertend: störrische, launenhafte Frau
„Die olle Zicke kann mir gestohlen bleiben!“
Sie galt schon als kleines Mädchen als richtige Zicke.
Die reiche Zicke gibt keinen Pfennig von ihrem Vermögen ab.
zickig - ein unwilliges oder stures Verhalten - Synonyme: kapriziös, dickköpfig, eigensinnig, starrköpfig, stur, trotzig, widerspenstig, mimosenhaft, launisch, unausgeglischen
Seine Frau kann manchmal ein wenig zickig sein.
Auch Kerle sind manchmal ganz schön zickig.
Manchmal kann sie sehr zickig sein.
Du bist heute aber auch wieder zickig!
ein zickiger Mensch
ein zickiges Verhalten
zicken - Schwierigkeiten machen; Zicken machen
herumzicken
In der Gegenwartssprache bezeichnet Zicke als Schimpfwort eine weibliche Person mit verschiedenen unsympathischen Persönlichkeitsmerkmalen und Verhaltensweisen. Der für das Tier heute üblichere Ausdruck Ziege ist ebenfalls als Schimpfwort mit sehr ähnlicher Bedeutung gebräuchlich, wird aber in diesem Zusammenhang seltener gebraucht als der Ausdruck Zicke.
Als Verb „zickt“ jemand (oder auch etwas, beispielsweise ein technisches Gerät), wenn sie, er oder es unangemessene oder unerwartete Schwierigkeiten macht. Als Adjektiv verhält sich jemand „zickig“. Eine weitere verbreitete Nomen-Verb-Wendung ist „Zicken machen“, sie hat die gleiche Bedeutung wie das Verb „zicken“. Die letzten drei Ausdrücke werden auch für männliche Personen benutzt. Schon deutlich länger existiert der Ausdruck „Zimtzicke“, der im Wesentlichen eine Steigerungsstufe von „Zicke“ darstellt.
Der Beleidigungscharakter ist im Vergleich mit anderen Tierarten, die auf weibliche Personen gemünzt als Schimpfwörter gebräuchlich sind (z.B. Kuh, Gans), eher minderschwer.
Ursprüngliche Assoziation des Schimpfwortgebrauchs von Zicke/Ziege ist eine dem Tier Ziege traditionell nachgesagte Störrigkeit und Eigensinnigkeit. Besondere Bedeutung kommt in dieser Wahrnehmung den Lauten zu, die eine Ziege von sich gibt; da diese Laute allgemein meckern genannt werden, sind sie mit (tendenziell unangebrachtem und/oder häufigem) sich-Beklagen oder schlecht über etwas und jemanden Reden assoziiert. „Meckerziege“ ist aufgrund dieses Kontexts auch eine der zahlreichen Varianten des Schimpfwortes.
Eine Zicke kann der eher diffusen Wortbedeutung nach unter anderem überspannt, launisch, eigensinnig, selbstverliebt, spitz, neidisch, eifersüchtig, arrogant und/oder ungerecht sein.
Seit den 1990er Jahren hat der Ausdruck sehr an Verbreitung gewonnen. Seit dieser Zeit sind einige Neologismen um den Ausdruck Zicke entstanden, zum Beispiel der sogenannte „Zickenalarm“, der meist einen heftigen Konflikt zwischen mehreren „Zicken“ untereinander bezeichnet.
Zickenkrieg

M149c

Umgangssprache (Teil 11)
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Wurm - Würmer
1.) Biologie: wirbelloses, bilateral-symmetrisches, langgestrecktes Tier
Der Regenwurm gehört zu den Würmern und ist ein zwittriger Ringelwurm.
2.) Biologie: ein Parasit der Haustiere
Hunde können schnell mal Würmer kriegen. Bandwürmer, Spol- oder Hakenwürmer sind gar nicht so selten.
3.) sinnbildlich: armseliges, hilfloses Wesen - Synonym: Baby
Nimm mir bitte mal den Wurm ab, ich will jetz in die Küche, Milch warmmachen.
4.) Informatik: ein sich selbständig verbreitender Schadcode oder Spionagecode
Anders als ein Virus ist ein Wurm nicht darauf angewiesen, dass Wechseldatenträger verwendet werden, um sich auszubreiten.
Der Wurm hatte eine Schwäche beim Netzwerkbetreiber ausgenutzt.
Der Wurm kann Schäden anrichten und die Sicherheit des Computers gefährden.
Als normaler Anwender kann man einen Wurm ohne Virenscanner im Allgemeinen nicht erkennen.
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einem die Würmer aus der Nase ziehen (= Geheimnisse entlocken)
da ist der Wurm drin; da steckt der Wurm drin (= da ist etwas nicht in Ordnung, da stimmt etwas nicht)
es wurmt ihn (= er ärgert sich),
der frühe Vogel fängt den Wurm = Morgenstund hat Gold im Mund = wer zuerst kommt, mahlt zuerst
Bücherwurm - umgangssprachlich jemand, der viel in Büchern liest
Wurmfortsatz = Blindddarm (Appendix vermiformis)
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wurmen - innerlich quälen - Synonyme: aufregen, aufwühlen, beunruhigen, quälen
Es wurmte ihn, dass er nur den zweiten Platz belegt hatte.
er wurmt ihn = es stinkt ihmm = es kotzt ihn an
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Wurmloch
Wurmloch
Der Name Wurmloch stammt von der Analogie mit einem Wurm, der sich durch einen Apfel hindurchfrisst. Er verbindet damit zwei Seiten desselben Raumes (der Oberfläche) durch einen Tunnel.
Bildbeschreibung: Veranschaulichung eines Wurmlochs in einem zweidimensionalen Universum. Sowohl ein Weg entlang des roten als auch einer entlang des grünen Pfeils sind im blauen, zweidimensionalen Raum eine Gerade.
Es gibt bislang keine experimentellen Beweise für Wurmlöcher.
Science-Fiction, die sich im Rahmen der Wissenschaft bewegen will, nutzt gerne Wurmlöcher, um Reisen im Weltraum zu beschleunigen. Die Serie Deep Space Nine aus der Star-Trek-Reihe beispielsweise handelt von einer abgelegenen Raumstation, die durch ein in der Nähe entdecktes Wurmloch große strategische und wirtschaftliche Bedeutung erlangt. Allerdings ist dieses Wurmloch kein Wurmloch im eigentlichen Sinne, sondern eine künstlich erzeugte Passage.
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entwurmen
Als Entwurmung, populär auch Wurmkur, bezeichnet man die Gabe eines Anthelminthikums (Wurmmittels).
Hund und Katze sind häufig mit verschiedenen Fadenwürmern und Bandwürmern befallen.
Welpen bekommen vom Tierarzt Entwurmungsmittel.
Zur Entwurmung von Pferden werden vorwiegend Präparate aus der Wirkstoffgruppe der Avermectine eingesetzt.
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scheißen
1.) koten; derb: kacken; defäkieren
Ich scheiß auf dich und dein dreckiges Geld.
2.) verzichten, ablehnen, verachten
scheiß drauf
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bescheisen
anscheißen
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flitzen
Flitzer
flutschen
latschen
leiern
eiern
zickig
zicken
Zickenkreig
wurmen
scheißen


M150

Das Schwein
Das Schwein
Das Schwein
Wer fremd geht ist ein Schwein.
Wer mehrmals geht ist ein Meerschwein (Mehrschwein).
Wer viel fremd geht ist ein Wildschwein.
Wer sich erwischen lässt ist ein dummes Schwein.
Wer sich nicht erwischen lässt ist ein Glücksschwein
Wer nur eine hat ist ein Sparschwein.
Wer keine hat ist ein armes Schwein.
Wer darüber spricht ist ein Dreckschwein.
Wer immer zu Hause bleibt ist ein Hausschwein.
Wer nicht fremd geht ist ein faules Schwein.
Wer unrasiert fremd geht ist ein Stchelschwein.
Wer an einer fremden Brust lutscht ist ein Warzenschwein.
Wer sich selbst verrät ist ein blödes Schwein.
Wer fremd geht und Kinder zeugt ist ein Zuchtschwein.
Und wer nicht mehr kann ist ein Schlachtschwein.
Ende


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