Curso de alemán para principiantes con audio/Lección 053a

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Vietnam


2359a - 2359d[editar]

2359a

Saigon liegt im Süden des Landes. Heute heißt die Stadt Ho-Chi-Minh-Stadt, nach einem Führer der Kommunisten. So sieht die Stadtmitte bei Nacht von oben aus.
 
 
 
 
  Archivo:Deutsch 2359a-1 MM.ogg  
Vietnam ist ein Land im Osten von Asien. Es hat etwa genau so viele Einwohner und ist genau so groß wie Deutschland. Das Land ist ein langer Streifen am Südchinesischen Meer. Die Hauptstadt heißt Hanoi und liegt im Norden. Eine weitere große Stadt ist Ho-Chi-Minh-Stadt im Süden.
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Das Land war lange eine Kolonie von Frankreich, genau wie Vietnams Nachbarn Laos und Kambodscha. Im Zweiten Weltkrieg hat Japan Vietnam besetzt. Danach wollte Frankreich es zurückerobern. Doch die Vietnamesen wollten unabhängig sein. Der Süden wurde von den USA unterstützt, während der Norden kommunistische Herrscher hatte. Etwa 20 Jahre dauerte der Vietnam-Krieg zwischen Norden und Süden. Schließlich gewann 1975 der Norden, ganz Vietnam kam unter die Herrschaft der Kommunisten.
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Im Krieg wurde viel in Vietnam zerstört. Zum Beispiel haben amerikanische Soldaten Gift über die Wälder versprüht, damit die nordvietnamesischen Kämpfer sich nicht darin verstecken konnten. An dem Gift sterben noch heute Menschen. Aber Vietnam hat mittlerweile auch viel wieder aufgebaut.
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Vietnamesen mögen Suppen mit Nudeln, genau wie die berühmten Frühlingsrollen. Reis und Fisch steht ebenfalls oft auf dem Speiseplan. Aus alter Zeit stammt das Wasserpuppentheater, bei dem die Spieler in einem Wasserbecken stehen.
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Vietnam ist gekennzeichnet von zwei großen Flussdeltas, und zwar dem Delta des Mekong im Süden, mit Einflüssen aus Kambodscha und Siam, und dem des Roten Flusses im Norden, mit Einflüssen aus China sowie der dazwischen liegenden Region Mittelvietnam.
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Frankreich kontrollierte ab 1874 Vietnam und, unter dem Namen Indochina, zusätzlich Laos und Kambodscha.
Frankreich erlitt im Jahr 1954 eine vernichtende militärische Niederlage in Dien Bien Phu, einer Stadt im äußersten Nordwesten Vietnams.
Die Herrschaft Frankreichs in Vietnam war im Zweiten Weltkrieg durch die Herrschaft Japans unterbrochen.
China versuchte 1883 erfolglos die Kontrolle über Vietnam zu übernehmen.
fuente: Klexikon - CC-BY-SA
fuente/Quelle: http://klexikon.zum.de/wiki/Vietnam (Klexikon - die „Wikipedia für Kinder“)
licencia: CC-BY-SA (español)
Lizenz: CC-BY-SA (deutsch)


2359b

Vietnam (Stationen der Urlaubsreise)
 
 
 
 
Mein Vietnamurlaub
Reisebericht
1.) Hanoi
2.) Halong-Bucht
3.) Hue
4.) Hoian
5.) Nha Trang
6.) Phan Thiet
7.) Ho-Chi-Minh-Stadt
8.) Phu Quoc


2359c

 
 
 
 
  Archivo:Deutsch 2359c MM.ogg  
Hanoi
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Hanoi (vietnamesisch: Hà Nội, wörtlich: Stadt innerhalb der Flüsse) ist die Hauptstadt und nach Ho-Chi-Minh-Stadt die zweitgrößte Stadt Vietnams. Nach Neugliederung der Verwaltungsgrenzen im Jahr 2008, bei der die gesamte Provinz Hà Tây und Teile weiterer Provinzen zu Hanoi dazu kamen, weist die Stadt 6.448.837 Einwohner auf.
Hanoi ist die älteste noch bestehende Hauptstadt Südostasiens. Es gibt eine Urkunde, in der ihr Gründungsjahr als Zitadelle Thang Long mit 1010 angegeben ist.
Im Laufe der Jahrhunderte wurde Hanoi wiederholt von Invasoren erobert, verlor zwischenzeitlich seine Funktion als Hauptstadt und wurde mehrfach umbenannt.
1873 wurde Hanoi von den Franzosen erobert. Von 1883 bis 1945 war die Stadt Verwaltungszentrum der Kolonie Französisch-Indochina.
 
 
Die Franzosen errichteten südlich von Alt-Hanoi eine moderne Verwaltungsstadt, legten breite, rechtwinklig zueinander liegende, Alleen mit Oper, Kirchen, öffentlichen Bauten und Luxusvillen an, zerstörten aber auch große Teile der Stadt, schütteten Seen und Kanäle zu oder verkleinerten diese; Kaiserpaläste und Zitadelle mussten ebenfalls verschwinden.
Von 1940 bis 1945 war Hanoi, wie auch der größte Teil von Französisch-Indochina und Südostasiens, japanisch besetzt. Am 2. September 1945 rief Ho Chi Minh in Hanoi die Demokratische Republik Vietnam (Nordvietnam) aus. Die vietnamesische Nationalversammlung beschloss am 6. Januar 1946, Hanoi wieder zur Hauptstadt der Demokratischen Republik Vietnam werden zu lassen.
Zwischen 1946 und 1954 war die Stadt im Indochinakrieg Schauplatz heftiger Kämpfe zwischen Franzosen und den Việt Minh.
Während des Vietnamkrieges wurde Hanoi von den Amerikanern bombardiert. Die ersten amerikanischen Bombenangriffe auf Hanoi waren 1966, die letzten Ende 1972. Zum Weihnachtsfest 1972 trafen 40.000 t Sprengstoff die Stadt und zerstörten sie zu 25 Prozent.
Die Stadt liegt am fruchtbaren Delta des Roten Flusses (Sông Hồng), etwa 100 km von der Mündung in den Golf von Tonkin entfernt.
Der öffentliche Personennahverkehr wird heute ausschließlich mit Omnibussen betrieben. Ein U-Bahn-System mit fünf Linien ist im Bau und soll von 2015 bis 2020 in Betrieb genommen werden.
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Sehenswürdigkeiten:
  • Altstadt, Viertel der 36 Gassen
  • Hoan-Kiem-See
  • Jadeberg-Tempel
  • Ho-Chi-Minh-Wohnhaus
  • Überreste der Zitadelle Thang Long
  • Flaggenturm
  • u. a.


2359d

 
 
 
 
 
 
Hanoi
Reisebericht


2359e - 2359h[editar]

2359e

 
 
  Archivo:Deutsch 2359e MM.ogg  
Halong
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Die Halong-Bucht (vietnamesisch: Vịnh Hạ Long) ist ein rund 1500 km² großes Gebiet im Golf von Tonkin in der Provinz Quảng Ninh im Norden Vietnams. Nach offiziellen Angaben ragen 1969 Kalkfelsen, zumeist unbewohnte Inseln und Felsen, zum Teil mehrere hundert Meter hoch aus dem Wasser. Das Kalksteinplateau, das die Bucht beheimatet, versinkt. 1994 erklärte die UNESCO die Bucht zum Weltnaturerbe.
Der Name Vịnh Hạ Long bedeutetBucht des untertauchenden Drachenim Gegensatz zu Thang Long (aufsteigender Drache, dem alten Namen von Hanoi). Der Legende nach entstand die Bucht durch einen Drachen, der nahe am Meer in den Bergen lebte. Als er zur Küste lief, zog er mit seinem Schwanz tiefe Furchen in das Land, das vom Meer überflutet wurde, nachdem der Drache ins Wasser abgetaucht war.
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Tourismus:
Die Halong-Bucht ist eine der beliebtesten Touristenattraktionen in Vietnam. Zwischen 2002 und 2011 kam es aufgrund von schlechten Sicherheitsstandards zu einigen Unfällen. Am 17. Februar 2011 starben elf Touristen aus England, Australien, Frankreich, Japan, USA, Russland, Schweden und der Schweiz sowie ihr vietnamesischer Reiseführer, als ihr Ausflugsboot sank. Ein weiteres Unglück ereignete sich am 8. Mai 2011, als ein Ausflugsboot mit 28 französischen Touristen an Bord vor der Insel Do Cạn kenterte. Alle Bootsinsassen konnten jedoch gerettet werden.
Laut BBC Vietnam sagten einige britische und australische Touristen, die die Halong-Bucht besichtigt hatten, „dass sie sich glücklich schätzen, noch am Leben zu sein“, und dass sie nicht sehr über solche Unfälle überrascht sind, da alle Touristenboote „sehr alt“ sind.


2359f

 
 
Halong
Reisebericht


2359g

 
 
  Archivo:Deutsch 2359g MM.ogg  
Hue
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Huế ist eine bedeutende Großstadt mit ca. 340.000 Einwohnern in Zentralvietnam am Hương Giang (Parfümfluss). Sie liegt unweit des Meeres vor einer malerischen Hügel- und Gebirgslandschaft der näheren Umgebung.
Huế, das von 1802 bis 1945 Vietnams Hauptstadt war, ist heute die Hauptstadt der Provinz Thừa Thiên-Huế und verfügt über eine gute Verkehrsanbindung mit Bahnhof, Flughafen und Anschluss an die Straßenhauptverkehrsader des Landes.
Die Universitätsstadt ist unter anderem bekannt für ihre Medizinische Hochschule.
Die Zitadelle mit der Verbotenen Stadt (eigentlich die Palastanlage der Nguyen-Dynastie, die von 1802 bis 1945 die vietnamesischen Kaiser stellte), die nach dem Vorbild in Peking entstand, wurde 1993 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Die Anlage war während der Tet-Offensive (Schlacht um Hue) 1968 stark beschädigt.
Die touristische Infrastruktur der Stadt Huế ist mit zahlreichen Hotels, Restaurants und Ausflugsangeboten in jeder Preisklasse – auch im Spitzenbereich – sehr gut.
Huế liegt am 200–300 Meter breiten Huong-Fluss (dem sogenannten Parfüm-Fluss), ca. 10 km entfernt von dessen Mündung in das Südchinesische Meer.
Zwischen Huế und der etwa 100 km südlicher gelegenen Großstadt Đà Nẵng liegt ein Gebirgszug, der markiert wird durch den Wolkenpass, eine ausgeprägte Wetterscheide.
Fernbuslinien verbinden Huế mit Städten im ganzen Land, auch nach Laos bestehen regelmäßige Verbindungen. Eine Bahnlinie verbindet Huế mit Hanoi im Norden und Da Nang und Ho Chi Minh-Stadt im Süden. Vom Flughafen Phu Bai in Huế aus werden inner-vietnamesische Ziele – Hanoi und Ho-Chi-Minh-Stadt (Saigon) – sowie internationale Ziele in Laos, Kambodscha und andere angeflogen.
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Sehenswürdigkeiten:
  • Zitadelle und Verbotene Stadt (19./20. Jahrhundert)
  • Grabmäler von "Kaisern" der Nguyen-Dynastie, einige Kilometer den Huong-Fluss aufwärts gelegen
  • Nationalpark Bach-Ma
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Tet-Offensive:
Vom 3. Januar bis zum 3. März 1968 war Huế während der Tet-Offensive Schauplatz erbitterter Häuser- und Straßenkämpfe zwischen nordvietnamesischen Verbänden auf der einen und südvietnamesischen Truppen und US-amerikanischen Militäreinheiten auf der anderen Seite (Schlacht um Huế). Im Zuge der Kämpfe wurden die Stadt, Brücken und wertvolle Kulturgüterdarunter auch die meisten Gebäude des Kaiserpalastes bzw. der sogenannten Verbotenen Stadtzerstört. Zehntausende Zivilisten wurden obdachlos, ca. 5.000 nordvietnamesische, 452 südvietnamesische sowie 216 amerikanische Soldaten kamen bei den Kämpfen ums Leben.


2359h

 
 
Hue
Reisebericht

2359i - 2359m[editar]

2359i

 
 
 
 
  Archivo:Deutsch 2359i MM.ogg  
Hoian
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Hội An (dt. etwa: ruhige Gemeinschaft) ist eine Küstenstadt in Zentralvietnam mit ca. 75.000 Einwohnern. Sie liegt am Südchinesischen Meer in der Provinz Quảng Nam an der Mündung des Sông Thu Bồn, etwa 30 km südlich von Đà Nẵng.
Hội An war einst der größte Hafen in Südostasien, er lag an der Seidenstraße.
Die Stadt wurde im 4. Jahrhundert von den Cham gegründet, mit deren Rückzug sie an Bedeutung verlor. Unter der Herrschaft von Nguyễn Hoảng (1558–1622) und dessen Sohn Nguyễn Phúc Nguyễn (1623–1634) wurde der Hafen nach außen geöffnet. Es siedelten sich zahlreiche Händlerfamilien aus China und Japan an, deren Länder sich Ende des 15. Jahrhunderts offiziell abgeschottet hatten und ihre Waren in ausländischen Häfen umschlagen ließen. Durch die Nähe zu China eignete sich Hội An für japanische Schiffe, die eine Genehmigung, Shuinsen genannt, brauchten und den Hafen bei Nordost-Monsun in 40 Tagen erreichen konnten. Damals war die Stadt zweigeteilt, jenseits der japanischen Brücke (Chùa Cầu) wohnten die japanischen Familien.


 
 
Als der Außenhandel in Japan 1635 endgültig verboten wurde, veränderte sich die Bedeutung des Hafens erneut. Zu dieser Zeit wurden europäische Handelsniederlassungen in Hội An gegründet: 1613 die English East India Company, 1636 die holländische Vereenigde Oostindische Compagnie und 1644 die französische Compagnie des Indes Orientales. Parallel dazu ließen sich Inder, Portugiesen, Holländer und Franzosen nieder. Der geschäftliche Erfolg der Gesellschaften war allerdings bescheiden, so dass sie sich bald wieder zurückzogen.
Mit der zunehmenden Versandung des Hafens mussten die immer größeren Handelsschiffe in den Hafen von Đà Nẵng ausweichen. Daher verlor Hội An im 18. Jahrhundert immer mehr an Bedeutung.
Ihrem Niedergang hat die Stadt den Erhalt des historischen Stadtbildes zu verdanken. Zudem gilt die Altstadt als einzige, die im Vietnamkrieg unversehrt blieb. Die Altstadt wurde 1999 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.
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Tourismus:
Der Kauf eines Pauschaltickets für 120.000 đ (Stand: 1. Januar 2015) umfasst den Eintritt zu fünf Sehenswürdigkeiten. So können u. a. drei chinesische Versammlungshallen, vier alte Häuser (z. B. mit einer traditionellen Apotheke) und die japanische Brücke oder der Quan Công Miếu (Tempel von Quan Công) besichtigt werden. Außerdem berechtigt das Pauschalticket zum Besuch eines der drei Museen sowie eines Konzertes mit traditioneller Musik oder eines Kunsthandwerk-Workshops.


2359j

 
 
Hoian
Reisebericht


2359k

 
 
 
 
  Archivo:Deutsch 2359k MM.ogg  
Nha Trang
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Nha Trang ist eine Küstenstadt in der Provinz Khánh Hòa in Vietnam. Sie bildet das touristische Zentrum des Staates und hat etwa 350.375 Einwohner.
Die Stadt liegt an der Mündung des Song Cai in das Südchinesische Meer, etwa 447 Kilometer nordöstlich von Saigon.
Es herrscht tropisches Klima mit einer Durchschnittstemperatur von 27 °C. Die Jahresniederschlagssumme beträgt um die 2000 mm.
 
 
Fischerei und Tourismus sind die bedeutendsten wirtschaftlichen Standbeine der Stadt. Zusätzlich entsteht nördlich der Stadt ein Tiefwasserhafen.
Der Fischereihafen von Nha Trang im Norden der Stadt ist Heimat einer kleinen Fischfangflotte. Die Fischer fangen in der Nacht und kehren am Morgen zurück nach Nha Trang. Da Nha Trang im Einzugsbereich der herbstlichen Taifune liegt, muss der Fischfang in den Monaten Oktober bis November eingestellt werden.
 
 
Nha Trang wird als Tourismushochburg Vietnams bezeichnet, es hat sich zum touristischen Zentrum Vietnams entwickelt. Bereits die französischen Kolonialherren wussten die schönen Strände zu schätzen und bezeichneten Nha Trang als das „Nizza des Ostens“. Kilometerlange Sandstrände und viele in der Bucht gelegene Inseln und Korallenriffe laden zum Baden ein.
Am Stadtstrand entlang der Promenade am Tran Phu Boulevard finden sich zahlreiche Restaurants, Strandbars und Hotels. Als touristische Hauptattraktion von Nha Trang gelten die Cham-Türme Thap Ba Ponagar im Norden der Stadt.
Das Gebiet um Nha Trang eignet sich gut zum Segeln. Das liegt an seiner langen Küste, der ruhigen See, gutem Wind und den küstennahen Inseln wie Hon Tre, Hon Yen und Hon Rua. Für Schnorchler und Taucher stellt sich der Grund allerdings teilweise sehr stark verschmutzt durch Plastiktüten, Konservendosen und anderen Unrat dar. Die Fischbestände sind durch bis heute praktizierte Dynamitfischerei dezimiert.
 
 
Durch das Stadtgebiet von Nha Trang führt die Nationalstraße NH-1. Zahlreiche Überland-Buslinien verbinden die Stadt mit dem Süden und Norden des Landes. Nicht weit entfernt befindet sich das Städtchen Dalat im Zentralen Hochland. Auch der FernzugWiedervereinigungs-Express“ zwischen Hanoi und Saigon fährt den Bahnhof der Stadt an. Ein stadtnaher Flugplatz wurde 2004 für den zivilen Flugverkehr gesperrt.


2359m

 
 
Nha Trang
Reisebericht


2359n - 2359q[editar]

2359n

 
 
  Archivo:Deutsch 2359n MM.ogg  
Phan Thiet
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Phan Thiết ist eine Stadt in der Provinz Bình Thuận im Südosten von Vietnam mit etwa 350.000 Einwohnern (Stand 2011). Der Stadtbereich ist 206 Quadratkilometer groß und umfasst 15 Stadtteile und ein Dorf. Phan Thiếtbefindet sich ca. 200 km nordöstlich von Hồ-Chí-Minh-Stadt an der Spitze einer Halbinsel.
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Es fahren 2 mal täglich Züge von Saigon nach Phan Thiết. Um 6:50 Uhr und am Mittag. Die Reisezeit beträgt etwa 4-5 Stunden. Das Ticket kostet 146.000 Dong (Stand: März 2013).
Mũi Né - Der sehr beliebte Badeort unweit der Stadt bietet nicht nur tolle Bade- und Sportmöglichkeiten sondern auch eine reizvolle Umgebung.


2359o

 
 
Phan Thiet
Reisebericht
Hotel: White Sand Resort in Mui Ne

2359p

 
 
 
 
  Archivo:Deutsch 2359p MM.ogg  
Ho-Chi-Minh-Stadt
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Ho-Chi-Minh-Stadt ist die größte Stadt und das wirtschaftliche Zentrum Vietnams. Unter ihrem alten Namen Saigon (Sài Gòn), der auch noch heutzutage parallel zu Ho-Chi-Minh-Stadt verwendet wird, war sie bis zum April 1975 Hauptstadt der Republik Vietnam. Im Verwaltungsgebiet der Stadt leben >ca.</abbr 7,1 Millionen Einwohner (Volkszählung 2009).
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Ho-Chi-Minh-Stadt besitzt mit Ausnahme der Kernstadt kein zusammenhängendes Stadtgebiet, sondern ist – mit seiner außerhalb des Kerns dominierenden ländlichen Siedlungsstruktureher mit einer kleinen dicht besiedelten Provinz vergleichbar.
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Die Stadt liegt etwas nördlich des Mekong-Deltas auf dem rechten Ufer des Saigon-Flusses. Sie ist Industriestadt, Verkehrsknoten und Kulturzentrum mit Universitäten, Theatern, Kinos, Museen, Baudenkmälern und Parks.
Die Stadt wurde nach Ho Chi Minh benannt, welcher im September 1945 die Demokratische Republik Vietnam proklamierte und später die Führung des Landes als Staatspräsident - es: presidente de la república; [Ministerpräsident - es: presidente del Gobierno; primer ministro]">Staats- und Ministerpräsident</abbr übernahm. Nach der Teilung Vietnams als Folge des Indochinakriegs 1954 wurde er Präsident der Demokratischen Republik Vietnam.
 
 
Ho-Chi-Minh-Stadt erhielt ihren Namen im Jahre 1976, nachdem Nord- und Südvietnam wiedervereinigt worden waren.
Die Stadt liegt etwas nördlich des Mekong-Deltas auf dem Westufer des Saigon-Flusses und liegt durchschnittlich 19 Meter über dem Meeresspiegel. Die Entfernung zum Südchinesischen Meer (vietnamesisch: Ostmeer) beträgt rund 40 Kilometer. Das administrative Stadtgebiet hat eine Ausdehnung von 2095 Quadratkilometern.
Südlich der Stadt münden die Zwillingsflüsse des Mekong, auch Tiền Giang oder Sông Tiền („Oberer Mekong“) und Hậu Giang oder Sông Hậu („Unterer Mekong“) genannt, in das über 70.000 km² ausgedehnte Mekong-Delta verbreitert, in das Südchinesische Meer (in Vietnam: Ostmeer).
Die heutige Ho-Chi-Minh-Stadt verdankt ihr Erscheinungsbild und ihren Charakter vor allem den französischen Kolonisten. Im Rahmen eines breit angelegten Programms öffentlicher Bauvorhaben wurden Kanäle zugeschüttet und Sumpfgebiete trockengelegt. Dampfstraßenbahnen verkehrten auf dem strengen Gitternetz der Straßen.
 
 
Als der Zweite Weltkrieg zu Ende war, bekam die britische Armee den Auftrag, die japanischen Truppen im südlichen Vietnam zu entwaffnen. Als die Briten am 13. September 1945 in Saigon eintrafen, verhalfen sie den Franzosen sogleich wieder an die Macht und schufen damit die Grundlage für einen 30 Jahre andauernden Krieg. Vom Indochinakrieg gegen die Franzosen blieb Saigonweitgehend verschont, denn die Kämpfe wurden überwiegend in ländlichen Regionen ausgetragen. Der Krieg endete mit der Kapitulation der Franzosen am 7. Mai 1954 nach der Schlacht von Điện Biên Phủ, als sie durch die Việt Minh besiegt wurden.
Während des Vietnamkriegs waren ab 1965 zehntausende US-amerikanischer Soldaten in Saigon stationiert, wovon die lokale Wirtschaft profitierte, was aber auch zur Entwicklung von ausufernder Prostitution führte. Die Kriegsjahre forderten einen schweren Tribut: Durch die Flächenbombardements der US-Amerikaner in den ländlichen Regionen kamen mehrere Millionen Flüchtlinge in die relativ sichere Stadt.


2359q

  Archivo:Deutsch 2359q JM.ogg  
Ho-Chi-Minh-Stadt
Reisebericht


2359r - 2359u[editar]

2359r

 
 
  Archivo:Deutsch 2359r-5 JM.ogg  
  Archivo:Deutsch 2359r MM.ogg  
Phu Quoc
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Phú Quốc ist die größte Insel Vietnams und liegt im Golf von Thailand (Golf von Siam). Phú Quốc hat eine Fläche von 568 km² und etwa 70.000 Einwohner. Die Hauptstadt der Insel ist der an der Westküste gelegene Ort Dương Đông. Im Vergleich zu anderen vietnamesischen Inseln hat Phu Quoc eine sehr gute Infrastruktur, denn neben dem Flughafen Phu Quoc-International gibt es mehrere Häfen, einige asphaltierte Straßen, aber auch nichtasphaltierte breite Staubpisten, Banken, ein Krankenhaus, eine Post- und Polizeistation und einen kleinen sehenswerten Markt.
 
 
Seit 2001 sind weite Teile der Insel, insbesondere der gebirgige und bewaldete Norden, zum Nationalpark erklärt. Auf den vorhandenen Straßen bzw. Staubpisten kann man gut durch diese noch fast unberührte Wildnis fahren und die Urwälder genießen.
Neben der traditionell vorhanden Landwirtschaft und Fischereiwirtschaft, spielt der Tourismus eine zunehmend wichtige Rolle. Insbesondere auf der Westseite der Insel wird die Tourismusinfrastruktur deutlich ausgebaut.
Ebenso wie die Inselgruppe Côn Đảo hat auch Phú Quốc eine leidvolle Vergangenheit als Inselstraflager. Die Franzosen bauten im Süden der Insel einen Gefängniskomplex, der später von den Amerikanern und der von diesen unterstützten südvietnamesischen Regierung übernommen wurde. Sie trägt den Namen „Coconut Tree Prison“. Heute ist die Anlage ein Museum.
 
 
Nach dem Fall Saigons im Jahre 1975 geriet die Insel noch einmal in die Schlagzeilen der Weltöffentlichkeit. Die Roten Khmer unter der Führung Pol Pots beanspruchten die Insel als ihr Staatsgebiet und unternahmen zahlreiche Angriffe gegen die vietnamesische Bevölkerung auf der Insel. Nicht zuletzt diese Grenzverletzungen führten Ende 1978 zum vietnamesisch-kambodschanischen Krieg, der zur Eroberung Kambodschas durch die Vietnamesen und zum Ende der mörderischen Herrschaft der Roten Khmer führte.
Die Insel befindet sich derzeit in einem tiefgreifenden Umwandlungsprozess von einer ehemals abgeschiedenen idyllischen Tropeninsel hin zu einer Top-Tourismusdestination für den Massentourismus. Die Herkunft der Touristen ist z.Zt. vorwiegend Vietnam, China und Russland, während die Besucherzahlen westlicher Individualtouristen bereits leicht rückläufig ist.
  Archivo:Deutsch 2359r-4 JM.ogg  
Ab 2010 erfolgt ein forcierter Ausbau der Insel zur Top-Tourismus-Destination, bei dem das Angebot der Nachfrage deutlich vorauseilt.
Noch ist die nötige Infrastruktur weitgehend unzureichend. Die Stromversorgung ist, trotz eines neuen Seekabels vom Festland, nicht garantiert. Stromausfälle sind häufig. Die meisten Resorts, der Flughafen, das Krankenhaus etc. behelfen sich mit Generatoren. Die Wasserversorgung ist ungenügend und kann mit der schnell steigenden Nachfrage kaum mithalten. Das öffentliche Krankenhaus, trotz neuem Anbau, entspricht in keiner Weise westlichen Ansprüchen. Ein privates Krankenhaus wird vom Vinpearl-Hotel betrieben. Die Müllentsorgung ist völlig unzureichend. Die Situation verschärft sich von Jahr zu Jahr. Die Insel, ihre Strände und Flüsse, die Straßenränder und Dörfer sind erschreckend vermüllt, selbst im Vergleich zu anderen Provinzen Vietnams. Eine Abwasserbehandlung gibt es bisher nirgendwo, erste Kanalrohre werden derzeit verlegt.


2359s

  Archivo:Deutsch 2359s JM.ogg  
Phu Quoc
Reisebericht


2359t

  Archivo:Deutsch 2359t JM.ogg  
  Archivo:Deutsch 2359t MM.ogg  
Vietnamesisch
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Die vietnamesische Sprache ist die Amtssprache in Vietnam. Sie wird von etwa 84 Millionen Menschen als Muttersprache gesprochen, davon etwa 80 Millionen in Vietnam (88 % der Bevölkerung) und schätzungsweise bis 4 Millionen Vietnamesen im Ausland.
Obwohl Vietnamesisch mit Chinesisch nicht verwandt ist, besteht sein Wortschatz zu einem überwiegenden Teil (rund 70 %) aus Wörtern chinesischen Ursprungs; im Grundwortschatz ist ihr Anteil allerdings deutlich kleiner, und grammatische Funktionswörter sind ausschließlich einheimischen Ursprungs.
Vietnamesisch ist eine tonale und monosyllabische Sprache (die kleinste Sinneinheit besteht aus nur einer Silbe).
Als Tonsprache, Tonalsprache oder tonale Sprache bezeichnet man eine Sprache, bei der mit einer Änderung der Tonhöhe oder des Tonverlaufs in einer Silbe in der Regel auch eine Änderung der Bedeutung des entsprechenden Wortes (bzw. Morphems) einhergeht. Tonsprachen sind die häufigsten aller heute weltweit gesprochenen Sprachen, umfassen allerdings nicht die Mehrheit aller Sprecher.
In tonalen Sprachen gehört der Ton fest zum Wort (bzw. Morphem) und es gibt Wörter ganz unterschiedlicher Bedeutung, die sich klanglich nur durch den Tonverlauf oder die Tonhöhe unterscheiden. Je nach Sprache spielt der Ton auch in der Grammatik eine mehr oder weniger große Rolle.
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Es gibt drei Hauptdialekte. Die Sprecher des einen Dialektes können den Sprecher eines anderen Dialektes verstehen, sofern diese der jeweiligen dialekt-spezifischen Aussprache und Wortwahl mächtig sind. Die Dialekte unterscheiden sich jedoch nicht in Grammatik oder Syntax. Die drei Hauptdialekte sind:
  1. Nordvietnamesischer Dialekt (Hanoi-Dialekt), früher auch Tonkinesisch genannt
  2. Zentralvietnamesischer Dialekt (Huế-Dialekt), früher auch Hoch-Annamesisch genannt
  3. Südvietnamesischer Dialekt (Saigon-Dialekt), früher auch Cochinchinesisch genannt.
Der Großteil der vietnamesischen Lieder wird im nordvietnamesischen Dialekt wiedergegeben.
Ebenfalls ist die Rechtschreibung an den Dialekt der Hauptstadt Hanoi, die im Norden liegt, angelehnt.
Die Höhe und der Verlauf der Tonhöhe bei der Aussprache einer Silbe ist bedeutungsunterscheidend. Dies bedeutet, dass eine falsche Aussprache des Tones sinnentstellend wirkt. Ohne die Töne hätte die vietnamesische Sprache eine extrem hohe Anzahl an Homonymen. Die Töne des Vietnamesischen unterscheiden sich in Tonhöhe und -verlauf, Länge und Glottalisierung. In der vietnamesischen Schrift werden die Töne durch diakritische Zeichen kenntlich gemacht.


2359u

  Archivo:Deutsch 2359u JM.ogg  
  Archivo:Deutsch 2359u MM.ogg  
Vietnamesische Schrift
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Die vietnamesische Sprache ist eine tonale Sprache, die im Unterschied zum Mandarin sechs Töne kennt. Deren genaue und lesbare Darstellung stellt eine Herausforderung an die Entwicklung von Schrift dar. Demgemäß handelt es sich bei der vietnamesischen Schrift um eine phonetische Schrift (Lautschrift), aus deren Schreibweise sich die Aussprache sehr exakt ableiten lässt.
Die vietnamesische Schrift wurde ab Mitte des 17. Jahrhunderts als lateinisches Alphabet mit Sonderzeichen und diakritischen Zeichen zur tonalen Kennzeichnung entwickelt und mehrfach überarbeitet und vereinheitlicht. Sie ist die einzige verbreitete Schrift zur Notation einer tonalen Sprache, die auf dem lateinischen Alphabet basiert. Insgesamt kennt die moderne vietnamesische Schrift neben lateinischen Buchstaben 134 Kombinationen aus Grundbuchstaben und diakritischen Zeichen, die der Schrift ihr typisches Erscheinungsbild geben. Die Schreibweise entspricht dem monosyllabischen Charakter der vietnamesischen Sprache, Bindestriche werden nur in fremdsprachigen Wörtern genutzt. Da die Schrift nicht streng standardisiert ist, kommen uneinheitliche Schreibweisen häufiger vor.
Den portugiesischen Abenteurern, die 1516 in das Land eindrangen, folgten 1527 dominikanische Missionare. Bald nahmen auch katholische Priester aus Italien, Frankreich und Spanien ihre Missionstätigkeit in Vietnam auf. Um die einheimische Sprache zu lernen, benötigten sie eine Umschrift der vietnamesischen Aussprache in lateinische Buchstaben. Gleichzeitig hofften sie, dass die Kenntnis des lateinischen Alphabetes den Vietnamesen das Erlernen der jeweiligen europäischen Sprache erleichtern würde. Diese Priester hatten teils eine hervorragende linguistische Ausbildung und entwickelten eine Transkriptions-Systematik, die in die heutige vietnamesische Schrift mündete.
Unter dem Vorwand, französische Missionare vor antiwestlichen Übergriffen zu schützen, intervenierte Frankreich 1858 in Vietnam und annektierte bis 1885 ganz Indochina.
Die sechs Töne der Vietnamesischen Sprache am Beispiel der Silbe „ma“ in den Bedeutungen „Gespenst - Wange / Mutter - aber - Reissetzling - Grab - Pferd“


2359v - 2359y[editar]

2359v

  Archivo:Deutsch 2359v JM.ogg  
  Archivo:Deutsch 2359v MM.ogg  
Vietnamkrieg
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Der Vietnamkrieg wurde von etwa 1955 bis 1975 in und um Vietnam geführt. Weil er an den Indochinakrieg (1946–1954) anschloss und sich auf ganz Indochina erstreckte, wird er auch Zweiter Indochinakrieg genannt. Wegen der direkt und indirekt beteiligten Supermächte gilt er als Stellvertreterkrieg im Kalten Krieg.
Er begann nach Vietnams Teilung (1954) als Bürgerkrieg in Südvietnam (1955–1964). Dabei wollten die Việt Minh, aus denen 1960 die Nationale Front für die Befreiung Südvietnams (englisch National Liberation Front, abgekürzt NLF; „Vietcong“) hervorging, die antikommunistische Regierung Südvietnams stürzen und das Land wiedervereinigen. Das kommunistisch regierte Nordvietnam unterstützte die NLF, die USA unterstützten Südvietnam militärisch.
Ab Februar 1965 ließ US-Präsident Lyndon B. Johnson Nordvietnam bombardieren; ab März entsandte er immer mehr Bodentruppen nach Südvietnam, die dort die NLF bekämpften. Daraufhin unterstützten die Sowjetunion und die Volksrepublik China Nordvietnam.
Ab 1964 griffen die Kämpfe auf Laos, ab 1970 auf Kambodscha über.
Richard Nixon zog die US-Truppen ab 1969 schrittweise aus Südvietnam ab und schloss nach neuen Bombardierungen im Januar 1973 einen Waffenstillstand mit Nordvietnam. Bis zum 1. Mai 1975 eroberten nordvietnamesische Truppen Südvietnam vollständig und beendeten den Krieg.
Man schätzt die Zahl der vietnamesischen Kriegsopfer auf mindestens zwei bis zu über fünf Millionen, darunter über 1,3 Millionen Soldaten. Zudem fielen 58.220 US-Soldaten und 5.264 Soldaten ihrer Verbündeten. Mehrere Millionen Vietnamesen wurden verstümmelt und dem hochgiftigen Entlaubungsmittel Agent Orange ausgesetzt.


2359w

  Archivo:Deutsch 2359w JM.ogg  
  Archivo:Deutsch 2359w MM.ogg  
Tonkin-Zwischenfall
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Als Tonkin-Zwischenfall (auch Tongking-Zwischenfall) bezeichnet man die Ereignisse am 2. und 4. August 1964 im Golf von Tonkin vor der Küste Nordvietnams. Dabei sollen nach Angaben der United States Navy nordvietnamesische Schnellboote zwei US-amerikanische Kriegsschiffe mehrmals ohne Anlass beschossen haben. Damit begründete die US-Regierung unter Präsident Lyndon B. Johnson ihre Tonkin-Resolution: Diese forderte das direkte Eingreifen der USA in den seit 1956 andauernden Vietnamkrieg und legalisierte nach ihrer Annahme im US-Kongress von 1965 bis 1973 alle Kriegsmaßnahmen der USA.
Ob die behaupteten Angriffe tatsächlich stattgefunden haben, war seit den 1960er Jahren umstritten. Historisch erwiesen ist, dass zumindest am 4. August kein Angriff erfolgt ist. Die Pentagon-Papiere (erschienen 1971) und die Memoiren von Robert McNamara (1995) belegen, dass die US-Regierung die Vorfälle durch bewusste Falschdarstellung zum Durchsetzen ihres seit 1963 geplanten direkten Kriegseintritts benutzte.



2359x

  Archivo:Deutsch 2359x JM.ogg  
  Archivo:Deutsch 2359x MM.ogg  
Massaker von Mỹ Lai
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Das Massaker von Mỹ Lai (Son My) war ein Kriegsverbrechen US-amerikanischer Soldaten in Südvietnam, das 1968 während des Vietnamkrieges in dem Gemeindeteil Mỹ Lai des Dorfs Sơn Mỹ, genannt My Lai 4, begangen wurde. Das Massaker an 504 Zivilisten wurde von der US-Armee zunächst vertuscht. Erst durch Recherchen des investigativen Journalisten Seymour Hersh gelangte das Geschehen an die Öffentlichkeit, wobei die Veröffentlichung der Reportage zunächst für etwa ein Jahr von sämtlichen Medien abgelehnt worden war. Hersh erhielt 1970 den Pulitzer-Preis, die Veröffentlichung trug maßgeblich zum Wandel der Öffentlichen Meinung über den Krieg bei.
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Verlauf:
Am 16. März 1968 hatte eine Gruppe US-amerikanischer Soldaten der 11. Infanterie-Brigade der unter Leitung des Lieutenant Colonel Frank A. Barker stehenden Spezialeinheit Task Force Barker den Auftrag, Mỹ Lai, Dorf Sơn Mỹ, Kreis Sơn Tịnh, Provinz Quảng Ngãi einzunehmen und nach Guerilleros des Vietcong zu durchsuchen, da die Bewohner aus Sicht des US-Militärs als potenzielle Unterstützer des Vietcong galten.
Die Soldaten vergewaltigten Frauen und ermordeten fast alle Bewohner des Dorfes: 504 Zivilisten, darunter zahlreiche Kinder, Frauen und Greise.[1][2] Auch wurden sämtliche Tiere getötet. Nur wenige Soldaten verweigerten den Befehl zum Mord. Erst der US-amerikanische Hubschrauberpilot Hugh Thompson, der sich auf einem Aufklärungsflug befand, zwang die Soldaten durch die Drohung, seine Bordschützen Glenn Andreotta und Lawrence Colburn mit dem MG auf sie feuern zu lassen, wenn diese weiter töten, elf Frauen und Kinder zu verschonen, die er in Sicherheit brachte. Für ihr Eingreifen wurde die Hubschrauberbesatzung ausgezeichnet.
Die Veröffentlichung markierte eine deutliche Wende in der Öffentlichen Meinung zum Vietnamkrieg, sowohl in den USA wie auch in der ganzen westlichen Welt, und trug entscheidend zur Mobilisierung der Antikriegsbewegung bei.


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  Archivo:Deutsch 2359y JM.ogg  
  Archivo:Deutsch 2359y MM.ogg  
Agent Orange
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Agent Orange ist die militärische Bezeichnung eines chemischen Entlaubungsmittels, das die USA im Vietnamkrieg großflächig zur Entlaubung von Wäldern und zum Zerstören von Nutzpflanzen einsetzten. Die US-Streitkräfte setzten es im Januar 1965 erstmals im Rahmen der Operation Ranch Hand ein, um der feindlichen Guerillabewegung FNL („Vietcong“) die Tarnung durch den dichten Dschungel zu erschweren und deren Nahrungsversorgung zu stören. Es wurde von Flugzeugen oder Hubschraubern aus großflächig versprüht. Da das Herbizid herstellungsbedingt mit 2,3,7,8-Tetrachlordibenzodioxin (TCDD) verunreinigt war, erkrankten infolge viele hunderttausend Bewohner der betroffenen Gebiete und bis zu zweihunderttausend US-Soldaten.
Laut Angaben des Vietnamesischen Roten Kreuzes von 2002 leiden etwa eine Million Vietnamesen an den Spätfolgen von Agent Orange, vor allem an Fehlbildungen (insbesondere Lippen-Kiefer-Gaumenspalten) und Immunschwächen. Viele vietnamesische Neugeborene kommen auch drei Generationen nach dem Einsatz von Agent Orange noch mit schweren Fehlbildungen zur Welt. Auch Krebs zählt zu den Spätfolgen. Es gibt zwar bis heute keine Untersuchungen, die einen Zusammenhang zwischen der Exposition mit Agent Orange und der Tumorentstehung bestätigen, jedoch ist Dioxin als krebserregend bekannt.


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Indochinakrieg
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Der Indochinakrieg (1946 bis 1954), auch als Erster Indochinakrieg oder Französischer Indochinakrieg bezeichnet, war ein Krieg in Französisch-Indochina zwischen Frankreich und der Liga für die Unabhängigkeit Vietnams (auch Việt Minh genannt), die unter der Führung der vietnamesischen Kommunisten stand. Die französische Seite versuchte, ihre politische Herrschaft in der Kolonie zu verteidigen. Die Viet Minh verfolgten das Kriegsziel eines unabhängigen kommunistischen vietnamesischen Staates. Die französische Kolonialmacht wurde durch die japanische Einflussnahme und Besetzung der Kolonie im Zweiten Weltkrieg, welche die Viet Minh für die Machtübernahme im Nordteil des Landes im Rahmen der Augustrevolution nutzten, entmachtet. Nach einer kurzen Phase der Koexistenz zwischen den Viet Minh und den wiedererstarkenden Franzosen kam es 1946 zum Ausbruch gewalttätiger Auseinandersetzungen.
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Bis 1949 war der Konflikt vor allem ein Guerillakrieg der Viet Minh gegen die Kolonialmacht. Ab 1949 entwickelte sich der Konflikt durch die Aufrüstung der Viet Minh durch die im Chinesischen Bürgerkrieg siegreiche Volksrepublik China und die Unterstützung der USA für Frankreich zu einem Stellvertreterkrieg innerhalb des Kalten Krieges. Die militärisch zunehmend unter Druck geratene Kolonialmacht willigte nach der Niederlage von Dien Bien Phu auf der Indochinakonferenz 1955 in Genf in eine Verhandlungslösung ein, die maßgeblich von China bestimmt war und die durch die Intervention der USA in die Teilung Vietnams mündete. Diese Teilung des Landes führte schließlich zum Vietnamkrieg. Die von den Viet Minh unterstützten kommunistischen Bewegungen des Pathet Lao und der Khmer Issarak legten auch in den nichtvietnamesischen Teilen Indochinas den Grundstein für spätere kommunistische Guerillabewegungen. Der Krieg war Teil einer Kette von militärischen Auseinandersetzungen, die in den Ländern Indochinas von 1941 bis 1979 stattfanden.


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